Natternbuscher Notiz-Blog
April2012
Endlich ist es soweit:
Die Landesregierung hat der Elbvertiefung zugestimmtund setzt auf Harmonie mit Hammonia: Die Suppe kann mit dem großen Bagger gelöffelt werden! Damit haben die regionalen Politiker endlich wieder die Chance, etwas für ihre Glaubwürdigkeit zu tun: Niemand - egal von welcher Partei - muss jetzt noch auf Demonstrationen Solidarität heucheln und sich dem Gespött oder der Wut der Einwohner aussetzen. Die Zeit der Langeweile ist vorüber, denn Kreativtät ist wieder gefragt beim Suchen neuer Wahlkampfthemen. Die Vertiefung ermöglicht jetzt zwar auch größeren Piratenschiffen die Passage, aber keine Bange: Die heutigen Piraten sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Der hiesige Landtagskandidat und Miniserpräsident sitzt jedenfalls hoch und trocken auf seinem Geestberg und ein hiesiger Bundestagskandidat hofft auf Belebung der hiesigen Wirtschaft, weil die auf jedem Grundstück demnächst vorgeschriebenen Rettungsbaken in den Hallen gefertigt werden könnten, die von den Offshore -Windparkausrüstern in absehbarer Zeit verlassen werden.
März 2012

Die Sonne bringt es an den Tag
Die halbe Stadt ist bekanntlich wegen Reichtum geschlossen, denn Leerstand lohnt sich wohl am ehesten für die Immobilienbesitzer. Diese nutzten die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühjahrs um ihre Steuer- und sonstigen Ersparnisse zur Bank zu tragen. Einem alten Brauch zufolge geschieht das samstags bei bester Laune im geselligen Freundeskreis. An diesem Tag erspähte z.B. das suchende Auge drei Gruppen gleichzeitig "on the banks".
Februar 2012
Beseitigung von Irritationen
Nach gut eineinhalb Jahren verabschiedete sich das Amt des Bundespräsidenten von einer Irritation in Form seines aktuellen Inhabers. In diesem Zusammenhang erinnerte die örtliche Presse daran, dass in seinem Amtssitz noch 10 Deko-Irritationen aus dem Natternbuscher STUDIO B einer ungewissen Zukunft harren. Sollten die - selbstredend ohne Gegenleistung eingebrachten - Leihgaben nicht im Amt verbleiben, müsste sich der ausgewiesene STUDIO B- Fan (siehe den allerersten NOTIZBLOG- Eintrag aus dem Archiv im Mai 2001 ) zu deren Bewunderung demnächst wieder nach Natternbusch bemühen. Die Vermutung, er beabsichtige deswegen in Natternbusch seine Urlaube zu verbringen oder gar ganz nach Natternbusch zu ziehen, sorgt vor Ort widerum für neue Irritationen - nicht nur im Freundeskreis des STUDIO B. Ganz auszuschließen wäre das nicht, war der Name Wulff in Natternbusch doch bereits schon einmal groß in Mode, und außerdem gäbe es hier genügend rote Klinkerhäuser. Zumindestens sind die Natternbuscher den Anblick ehemaliger und aktueller niedersächsischer Ministerpräsidenten mehr als gewohnt. Allerdings bewahrt das auch einen solchen hier nicht davor, auf Bitten von jüngeren Damen gehörig auf den Hintern zu fallen.
Januar 2012
Die Bedeutung der Frauen in Natternbusch und umzu
wurde in der Generalversammlung 2011 des Frauenzuchtvereins "Natternbusch und umzu" eindrücklich herausgestellt. Frau des Jahres wurde "Cora" als erste unter 17 Geschlechtsgenossinnen, die jeweils für 100 000 Liter Milch immer noch gerade stehen. Was bedeutet angesichts solcher Werte die Leistung einer Magdalena Neuner oder Angela Merkel? DAS macht in Elbanatolien die wahre Wichtigkeit der Frau aus! Sogar im Durchschnitt schafft die immerhin noch ca. 7500 kg Milch im Jahr. Der Strukturwandel hat auch die Frauenhaltung erfasst. Vorbei sind die Zeiten, in denen pro Zuchtbetrieb lediglich ein paar Frauen gehalten wurden. Obendrein ist ein gesteigertes Bemühen darin festzustellen, das Zusammenspiel zwischen möglichst wenig belasteter Umwelt und dem Wohlgefühl der Frauen in einer wirtschaftlichen Balance zu halten Nachwuchsprobleme sind gegen den Trend ein Fremdwort. Ein Vertreter des Unternehmens "Superfrau" konnte stolz im Geschäftsberichts die Entwicklungszahlen bezüglich der Besamungen vorstellen: Im Jahr 2010/2011 wurden 30 881 Erstbesamungen durchgeführt, davon 8800 in Natternbusch. Das sind 1005 Besamungen mehr als im Vorjahr.
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Dazu passt folgende Innovation am Badesee: Am Frauenparkplatz des Badesees hinterm Deich wurden die Parkpfähle verlängert und horizontal angeordnet. Der Grund dafür ist, dass sich Männer über die ehedem dafür aufgestellten senkrechten Pfähle beschwerten. Sie fanden es nicht so doll, dass ihre kurz angebundenen Frauen nach abgelaufener Parkzeit ständig angepisst waren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass jetzt bei ordentlichen Minustemperaturen auf Bindegurte verzichtet werden kann. |
Oktober 2011
Am 15.10. wurde weltweit gegen die Machenschaften der Finanzwelt demonstriert. Eine Aktion am Natternbuscher Grünstrand fand schon infolge des schönsten Herbstwetters die gewünschte Resonanz: Jede Bank - darunter sogar einige, die beschissen worden waren - wurde im Laufe des Tages friedlich besetzt. Allerdings ließ sich keiner von den Schweinen blicken.

September 2011
Am globalen Katastrophen-Gedenktag blieb für die Mehrheit der Natternbuscher Wahlwilligen eine solche in Natternbusch aus: Der Mumifizierung der "Regierenden" konnt zumindestens vorübergehend Einhalt geboten werden. Halb so wild: Natternbusch war schließlich noch nicht mit Tunesien oder gar sonstwelcher Clan-Diktatur zu vergleichen. Immerhin wird die Opposition endlich zur Oppasition. Na dann zückt mal schön die Krücken! Auf in den neuen Wahlkampf! Es gibt ja mangels Ressourcen sonst kaum noch was zu tun.

August 2011
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Wunsch und Wirklichkeit Von der Forderung auf dem Plakat bleibt in den Ortsgrenzen wenig über. Ein Acker nach dem andern fällt den Baumaschinen zum Opfer, die immer neue Eigenheime errichten. Die demographische Entwicklung kann das zwar nicht stoppen, in einer Gemeinde jedoch, die zwar demnächst nicht einmal magistrable GRÜNE, dafür aber einen Immobilienmakler als Bürgermeister hat, der sich nach 40 Jahren Amtszeit wiederwählen lassen möchte, verwundert so etwas nicht wirklich. Da fragt man sich eher, wie die Zielgruppe der eher dem Mittelalter zuzurechnenden Häuslebauer in dieser weiträumigen und an Arbeitsplätzen mindergesegneten Landschaft mit dem nur spärlich vorhandenen ÖPNV, den mit sicherheit wachsenden Benzinpreisen, der kränkelnden Konjunktur und den sowohl mangelnden als auch teuren Kitaplätzen umgeht. Senioreneinrichtungen wären da sicher vorausschauender gewesen, zumal es so etwas bereits in Form von flachen Reihenhausgruppen mit zentralen Treffpunkten und ambulanten Betreuungseinrichtungen gibt. Der Bau neuer Kitas gar dürfte allemal kein Problem sein, wenn man die so konzipiert, dass später für Senitas nur die Stühlchen ausgetauscht werden müssten. Was den Fraß angeht, so könnten in zweiter Instanz durchaus die Bauherren betroffen sein. Aber dann soll keiner klagen, er sei nicht gewarnt worden. |
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Juni 2011
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Safer Marketing in der Region Die regionalen Marktanbieter sind sehr daran interessiert, dass sich die Beteiligten bei den immer zahlreicheren sonntäglichen Events sicher vor Standräubern und Taschendieben fühlen. Neben einigen anderen Aktionen ist wohl die augenfälligtste der Einsatz von Pfau- Männern bei Floh- und Kunstmärkten. Da bei diesen Gelegenheiten die Blicke der Interessenten selten über Augenhöhe hinausschweifen, postieren sie sich mindestens in 3 Meter Höhe. |
April 2011
Einem Stresstest unterzieht sich der Natternbuscher Einzelhandel. Obwohl an derm Straßenzustand nichts auszusetzen wäre, wird in einer nahezu halbjährlichen Aktion die Sauf-, Kau- und Kaufbereitschaft der Touristen auf eine harte Probe gestellt. So etwas überleben auf der Anbieterseite dann wahrscheinlich nur die Besten - und die sind doch gerade gut genug !? Aber kein Wort von Ausgrenzung: Wer sich dafür nicht fit genug fühlt, findet in der Parallelstraße ein reichhaltiges Angebot an freiem Verkaufsraum. Die Stadt wirbt mit Familienfreundlichkeit, und da ja kein Geld für mehr Kitaplätze vorhanden ist, wendet sie viel Geld dafür auf, dass die Kleinen beim Shopping wenigstens nicht über Randsteine von Bürgersteigen fallen. |
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Januar 2011
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Nicht lange gefackelt - aber immerhin fast in Kompaniestärke wurde wieder einmal am Deich gegen die Elbvertiefung. Es ist nicht ganz klar, was der Grund dafür war, dass sich die Protagonisten ziemlich plötzlich total benebelt vorkamen. Sollten es doch etwa bedeutend mehr Nebelkerzen sein, die die Hamburger Pfeffersäcke in dieser Angelegenheit zünden? Oder war es ein Wink des Himmels ob der nebulösen Haltung der überregionalen heimischen Politiker dazu? Die hatten lediglich Klein beigegeben. Jedenfalls kam jedem, der sich ein Bild davon machen wollte, sehr schnell das Fingerspitzengefühl abhanden. |
November 2010
Zivilcourage
ist wieder gefragt, wenn es gilt, die eifrigen Spendenbettler von DRK und Kriegsgräberfürsorge an der Haustüre abzuwimmeln. Man weiß ja nie, wie schnell sich sowas rumspricht, und was das dann für Auswirkungen hat. Schließlich reicht es ja schon, wenn die Tochter vom Nachbarn als Arzthelferin, die Turnkameradin bei der Samtgemeinde und der Mann von der Arbeitskollegin beim Finanzamt tätig sind. Auf einem anderen Gebiet sind couragierte Frauen aus der Gegend im Moment sehr populär: Die eine rockt die Medien als Popstarpraktikantin, die andere kachelt dort als Popzeugin.
Oktober 2010
Schwabenstreiche -
wenn auch nicht gerade gorlebendige - finden anlässlich der Demos gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 auch hierzulande gegen alle möglichen Großprojekte wie z.B. die Elbvertiefung statt. Der direkte Bezug zu Stuttgart ist im benachbarten Cuxhaven gegeben, wo nach dem Rückzug der Reedereien demnächst der Kopfbahnhof zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll, um Helgoland so an das Hinterland anbinden zu können, dass von dort von den heimischen Fischern neben der im Abklingen begriffenen Strandräuberei eine vernünftige Seeräuberei ausgeübt werden kann.
Warum nicht gleich?
Die Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe stößt auf entschiedenen Protest der örtlichen Gastronomen, die sich gegenüber dem Einzelhandel arg benachteiligt fühlen. Dabei hätte man bei den höchstqualifizierten Natternbuscher Tourismusexperten doch gleich drauf kömmen können: Entweder werden auf jeden Posten der Rechnung 20 Cent FVA aufgeschlagen, oder es wird eine Stuhlgebühr in Höhe von 1 Euro erhoben (in Österreich heißt der Posten "Gedeck") oder beides. Wie beim Einzug der Strandgebühr brauchen Einheimische gegen Vorlage des Personalausweises diesen Aufschlag nicht zu bezahlen. Eventuell ist da sogar noch ein Zubrot für die Strandkassierer bzw. den örtlichen Knöllchenservice drin.
August 2010

Neue Sitten in der Kreditwirtschaft
Eine ortsansässige Bank lud zum Massenereignis an den Badesee hinter dem Deich. Was auf den ersten Blick ein gewöhnlicher Sportevent wie der von der Konkurrenz gesponserte jährliche Marathonlauf zu sein schien, entpuppte sich jedoch als Fitnesstest für Kreditsuchende, die bei erfolgreichem Ausgang gleich hinter dem Ziel bedient werden konnten. So verschafft sich die Bank einen Eindruck davon, ob sich der potentielle Kunde über Wasser halten und bei Bedarf ordentlich in die Ketten gehen kann, und ob er mindestens ebensoviel Power zum Laufen aufbringt wie der zu erwartende Kredit.

Auch für die weniger Kreditwürdigen
hat die Gemeinde einen neuen Service im Angebot. Ab sofort stehen der AGENTUR FÜR ARBEIT mobile Außenstellen zur Verfügung, die im Umland vor allem in den gebieten zum Einsatz kommen, die vom ÖPNV nicht erfasst sind.
Juni 2010
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Offenbar gestrandet fühlt sich die Natternbuscher Werbegemeinschaft NWG, nachdem sie ihres Vorstandes verlustig gegangen ist, und weit und breit kein Interessent dafür zu sehen ist. Dabei hatte sie sich wider aller Erwartungen gerade in diesem Jahr höchst innovativ gezeigt, als sie die NWG- Adventsbons durch einen großformatigen durchnumerierten Gewinnkalender ablösen ließ. Der Kalender kostete zwar 5 Euro, aber dafür gibt es jeden Monat nun Gutscheine im Wert von 10- 50 Euro bei den Unternehmen zu gewinnen, deren Werbegrafiken in diesem Zeitraum die Zimmerwände schmücken sollen. Besonders beklagt wird das Desinteresse der Neuunternehmer, die sich nicht in die alteingesessene und traditionsbewußte Familie integrieren wollen, mag diese noch so ehrenwert sein. Immerhin hat es einer von jenen verstanden, seine musikalischen Eigenkreationen auf einer CD mit Hilfe der Natternbuscher Marketinggurus als Werbung für den Ort für echte Euro anzubieten und womöglich auch zu verkaufen. Auf Qualität kommt es ja auch nicht an, wen nur groß genug NATTERNBUSCH drauf steht. |
Februar 2010
Äußerst besorgt um die Natternbuscher Atemluft zeigt sich die Post, nachdem die kürzlich eröffnete Umgehungsstrasse durch die Halbierung des Autoverkehrs für einen beträchtlichen Sauerstoffüberschuss gesorgt hatte, der entsprechend prädestinierten Einwohnern erhebliche Umstellungsschwierigkeiten bereiten könnte. Deshalb wurden den Postzustellern die Fahrräder durch Autos ersetzt, die nicht nur längere Zustellungswege benötigen, sondern nun auch alle naslang minutenlang im Leerlauf vor sich hin tuckern. Außerdem berichten die Protagonisten von einem im Vergleich zu früher höheren Bewegungsaufwand schon beim Ein- und Aussteigen, der den Ausstoß von Darmgasen fördert. Als temporär beschränkter Ausgleich wurde das Altpapier nicht abgeholt. Dies wiederum ist auf eine Anordnung der Stadtverwaltung zurückzuführen, die die Aufgaben der Schneeräumung den Anliegern übertragt und in einem Nebeneffekt sogar für die geforderte Einhaltung von Tempo 30 in den ausgewiesenen Zonen sorgt. |
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Dezember 2009
Neue Arbeitsplätze
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... für Eineuro-Kräfte bietet der Deichverband im Verbund mit dem Unterhaltungsverband an. Zur Entlastung der Pumpen und zur zusätzlichen Befestigung der Winterdeiche wird der Schnee mit reiner Manpower über die Deichkante ins Vorland verbracht. Es handelt sich hierbei aber vorerst nur um eine Erprobungsmaßnahme, zumal die Probanden doch sehr oft steifgefroren aufgefunden werden. |
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...für geringverdienstbare Geister über 1,90 m bietet der örtliche Rundumversorger nach seiner Renovierung an. Der freundliche Hinweis auf dem Schild deutet es an: Die Bordhöhe der neuen Einkaufswagen erfordert jede Menge Hilfestellung für Kunden unter 1,70 m, die die Wagen sonst nicht mehr entladen können. Erste Versuche mit Tritthockern an den Kassen schlugen fehl, weil die Kunden beim Gebrauch kopfüber in den Wagen stürzten und mühsam wieder herausgezogen werden mussten, zumal ein seitlicher Zugang zu den Wagen wegenh Verengung der Kassengassen nicht mehr möglich istDie dafür benötigten Hilfskräfte sind deshalb angehalten, entsprechend kleinen Leuten gleich von selbst den Wagen auszuräumen. Das bringt immerhin Arbeit für drei Personen pro Kassenschicht. Ein Trost: Für die kleinen Leute bleibt wenigstens der benachbarte Discounter. Apropos Behinderte. Die Firma hat an den Kassen zur Hälfte Behindertenarbeitsplätze geschaffen, deren Inhaber jeweils auf auf vorsichtiges Navigieren mit dem zur Verfügung gestellten Rollstuhl angewiesen sind, wenn sie einigermaßen besonders beim Ausgeben der Bons zurecht kommen wollen. |
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September 2009
Der Versuch, die Elbvertiefung im Natternbuscher Hafen mit Links zu beerdigen, schlug fehl. Ob es daran lag, dass er eigentlich hätte rot-grün sein müssen und nicht schwarz-gelb? Wobei sich selbst rot und dunkelrot im Vorfeld der Bundestagswahl auch nicht gerade grün sind? Vermutlich müssen noch mehr bohrende Fragen gestellt werden, damit der Sarg klein beigibt. Aber wen wunderts? Wer will hier schon ohne Widerstand absaufen?
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Beim einige Tage später veranstalteten Mahnfeuer auf dem Deich erbarmten sich die Politiker der Bürgerinitiative durch kollektive Abwesenheit, so dass das eigentliche Vorhaben in Ruhe wieder ins rechte Licht gerückt werden konnte. Was ihnen im Grunde genommen Wurst ist, wurde hier verzehrt. Vielleicht ahnten sie auch, dass sie sich heute den Mund verbrennen konnten. Ein wahres Höllenfeuer sorgte nämlich dafür, dass hier entsprechend heiß gekocht wurde. |

Und es geht doch: Ein ehrlicher Wahlkampf!
Einträchtig bekannten sich mit einer abgestimmten Aktion auf dem Parklplatz des zentralen Natternbuscher Supermarktes CDU und SPD nicht nur zu ihrer großen Koalition, sondern auch dazu, dass beide letztlich den Wähler veräppeln.
Patschpatschorkas waren der Renner beim diesjährigen KILIMANDSCHARO in Natternbusch.. Mit den berüchtigten Vuvuzelas aus Südafrika konnten sie in Bezug auf Lärmpegel die allemal mithalten, zumal die Natternbuscher hörbar beweisen wollten, dass SIE nicht von Pappe sind - zumindestens, wenn sie auf der Zielgerade verweilen. Es wurde zwar bemängelt, dass die Protagonisten weitab des Ziels im Dunkeln allein gelassen wurden, aber dort wurden immerhin so helle Lampen installiert, dass diese mit Leichtigkeit die strahlenden Gesichter klatschfreudiger Zuschauer ersetzt haben dürften. Soooviele davon gibt es hier an einem Samstagabend schließlich auch sonst nicht.
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iIn dem zukünftigen Gemeindeteil findet schon zum dritten Mal eine Ausstellung zur Recycling-, Umwelt-, Nachhaltigkeits und Klimafragen statt, die ihrer Bestimmung alle Ehre macht. Einige Ausstellungsstücke finden immer wieder den Weg hierher zurück, anstelle in irgendwelchen Speichern dem Vergessen anheimzufallen. (Siehe Bild incl. Subcooltour-Impressionen) Offenbar ist es wie mit der Erbsensuppe: Mehrfach aufgewärmt soll sie am besten schmecken. Aber es hat auch irgendwie was von Fernsehserie: Der Pilotfilm ist das Beste dran, den Rest kann man sich weitgehend schenken. Wer die friedfertigen Aufschriften auf den Flaschen nicht lesen kann, möge HIER nachlesen. |
August 2009
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40 Jahre Woodstock nahm die Kultur Natternbuschs zum Anlaß, den Film HAIR zu zeigen. Den Trägern von zum Film passenden Perücken wurde freier Eintritt zugesichert, den die Nattenbuscher SUBCOOLTOUR bei der Entsendung des Original-Alt-68ers Schwammi Johko ebenso prompt wie exclusiv in Anspruch nahm. Als einziger Mehrfarbiger fand er durchaus die bei dem Dutzend an zahlenden Gästen eine gewisse Aufmerksamkeit, wobei die beiden Ortsgrünen diese durch gezielte Ignoranz zollten. Vielleicht war die Aktion anläßlich eines Filmes, der nicht gerade ausschließlich der Unterhaltung gewidmet ist, ihnen im Vorfeld der Bundestagswahl auch zu politisch, zumal sie ja den Verein vertreten, der seinerzeit mitverantwortlich für die unsinnige Entsendung von Soldaten an den Hindukusch war. Für diejenigen, die die Inschrift auf dem Peacemaker nicht lesen können, sei sie hiermit dokumentiert: Fighting for peace is like fucking for virginity....immer noch! Auf der Rückseite steht: Vote green - peace yourself! Die SUBCOOLTOUR versteigert diesen Peacemaker für einen guten Zweck. Anfragen an schwammijohko@t-online.de |

Geschmackvoll gestaltete Urinale
... die sich nahtlos in die Allee hinter der Festmeile einfügen, sind die Antwort der Stadtväter auf die wachsenden Beschwerden derjenigen, die sich durch das freie Urinieren belästigt fühlen. Jetzt kann sich sogar tagsüber manch blasengeplagter Badegast schamvoll erleichtern. Die VHS des Ortes soll sogar einen Pinkelkurs für Hunde in Erwägung ziehen.
Juli 2009
Natternbusch hat einen Antrag auf Anerkennung als Marienwallfahrtsort gestellt. Bilder von der jüngsten Wallfahrt gibt es HIER zu sehen. Man hofft damit auf Unterstützung der Kirche und des Vatikans, um die immer zahlreicher werdenden Pilgerscharen angemessen versorgen zu können, zumal die Marienerscheinungen sich inzwischen häufen. |
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Juni 2009
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Viele rüstige Natternbuscher nahmen die Gelegenheit wahr, den Natternbuscher Leuchtturm zu erklimmen, um sich nachher einen ziemlich abgedrehten Abgang zu verschaffen. Die Aussicht war zwar nicht nur wegen des bedecktenWetters ohnehin nicht besonders, doch ließ das Angebot zweifellos tiefe Einblicke zu. Leider wurde dabei das Antidiskriminierungsgesetz nicht beachtet, denn sowohl körperlich geschwächten und Gehbehinderten als auch Eltern mit Kinderwagen blieb der Genuß verwehrt. Letztere werden dafür mit der einrichtung eines kinderwagenkinos entschädigt, in dem quengelnde Kinder durchaus erwünscht sind. So können die locker gebliebenen Eltern endlich einmal die Klang- und Filmtapete genießen, ohne sich von quengelnden Querulanten gestört zu fühlen. Als nächste Erweiterung ist an die Aufhebung des Handy- und Rauchverbots bei diesen Veranstaltungen gedacht, damit die heimische Fernsehatmosphäre noch besser simuliert wird. |

Die jüngsten Flugzeugabstürze scheinen bei der Herstellerfirma Wirkung gehabt zu haben: Während sich die Reedereien noch mit dem Alteisen in althergebrachter Weise abschleppen, wurde just vor Natternbusch das erste Schiff gesichtet, das offenbar losgeschickt wurde um Wrackteile heimzuholen. In diesem Falle handelt es sich zwar um ein anderes Flugzeugmodell, aber die Konjunkturflaute hindert momentan daran, für jeden Typ einen Extratransporter zu bauen.
April 2009

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Bei dem Planungsverfahren zur Elbvertiefung rückt die Spaßkomponente nicht nur bei der Wahl der Örtlichkeiten deutlich in den Vordergrund - zumindestens bei den Erwachsenen und unter denen sogar bei den Vertretern der ausführenden Organe. Wenn am Rand auch Bedenken auftauchen, sollte man das mit der Instrumentalisierung von ahnungslosen Kleinkinder nicht so eng sehen und schon gar nicht mit Methoden in totalitären Systemen vergleichen. Die Kirchen machen es doch auch nicht anders? Außerdem kann kind heutzutage nicht früh genug ins Fernsehn kommen - und das arbeitet schließlich bedarfsorientiert. |
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Ostern 2009
Keine Spur von nachlassender Konjunktur
Während die Weltwirtschaft ob der schwindenden Konjunktur stöhnt, ist davon in Natternbusch nichts zu merken. In der Haupteinkaufsstrasse ist es trotz böser Bedenken der NWG alles andere als still, auch wenn man offensichtlich nicht den Vogel abgeschossen hat: Hier fließt der Käufer- wie der Warenstrom mit seit eh und je gewohnter Dynamik in alle Richtungen .
Somalische Verhältnisse demnächst vor Natternbusch?

Dem aufmerksamen durch die Medien sensibilisierten Beobachter dürfte ein leichtes Unbehagen bei diesem Anblick an Natternbuscher Strand überfallen. Schwarz vermummte Gestalten üben mit Kites meterhohe Sprünge und Angriffe auf die passierenden Containerriesen an einem der wichtigsten Weltschiffahrtswege. Da sich die Ertragssituation der Fischer durch den Schiffsverkehr ähnlich verschlechtert hat wie die der somalischen Kollegen, scheint es sich hier womöglich um ein Ausbildungscamp von Kirates zu handeln, die zum Erklimmen der meterhohen Schiffswände keine Strickleitern mehr brauchen, sondern einfach hochspringen.
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Keine Schiffe --> kein Wind, keine Wellen --> keine Gäste?

Mit einerseits Erleichterung wegen der zur Zeit relativ niedrigen Energiepreise, andererseits aber auch großer Besorgnis im Hinblick auf eine ungewisse Preisentwicklung in der Zukunft reagieren die Natternbuscher Tourismusexperten auf den stark zurückgegangenen Containerschiffsverkehr. Es geht ja nicht nur um den maritimen Augenschmaus für die passionierten Schiffsmelder: Vor allem die von den Badegästen hochgeschätzte frische Nordseebrise gilt es zu erhalten, die zu einem großen Teil vom Fahrtwind dieser Giganten erzeugt wird. Durch die vor kurzem direkt an der Küste installierten Riesenwindräder im Westen kann das zwar recht gut kompensiert werden, aber die Stromkosten für deren Betrieb schlagen doch gewaltig zu Buche. Das Problem der ausbleibenden Wellen scheint dagegen leichter zu lösen zu sein. Wenigstens an den Wochenenden werden zu jeder vollen Stunde zwischen 10 und 18 Uhr - Hochwasser vorausgesetzt - abwechselnd Chantychöre der Region Konzerte im Waser vor dem Grünstrand geben. In der Hauptferienzeit soll dann ein Ein-Euro-Chorauch während der Woche eingesetzt werden, der zur Not im Vollplayback die erforderlichen Schunkelbewegungen durchführt.
30.1.2009
Für hektische Betriebsamkeit sorgt im Rat der Stadt Natternbusch und beim Deichverband die Ankündigung der Bundesregierung, angesichts der prekären Situation eine oder mehrere BAD BANKS zu installieren. Da ja im Ortsbereich bereits eine solche existiert, erhofft man sich die offizielle Anerkennung derselben und somit dafür ordentliche Zuschüsse.
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