Zur Datenschutzerklärung  

Nachgedacht
2020


Es wird immer schwerer, über die politische Lage nachzudenken, weil alles im Prinzip schon hier aufgeschrieben steht. TRUMP und GRETA beherrschen die Weltmedien, FFF und die AfD die bundesdeutschen Meinungsgestalter, und ein paar regionale Polemiker sorgen welt- wie auch landesweit nicht wirklich für eine Auflockerung. Gemeinschaften und Demokratien demolieren sich national ausgerichtet weltweit selbst, der Wirtschaftswachstumsirrglaube bekommt lediglich einen grünen Anstrich, und 75 Jahre Frieden in Westeuropa sorgen bei den besorgten Neofaschisten von links und rechts offensichtlich für eine Langeweile, die der Bekämpfung bedarf. Links werden dafür Kinder instrumentalisiert, und rechts wartet man ab, bis diese Methode endgültig salonfähig geworden ist. Die Zielsetzung dabei ist unterschiedlich: Während die einen die Omasau ausschlachten, warnen die anderen demnächst davor die Omakuh zu verärgern, solange sie noch ergiebig gemolken werden kann. Die sich als handlungsunfähig erweisende Mitte zerfleischt sich derweil selbst und beschwört weiterhin im Auftrag der Konzerne technische Lösungen, deren mittelfristige Realisationen für jeden halbwegs zum Selbstdenken Bereiten erkennbar schon an den Vor- und Rahmenbedingungen scheitern müssen. Was alle eint, ist die reale Einschätzung ihrer Lage und der Verzicht auf jeglichen Verzicht. Daran ändert bisher auch eine erste Häufung von schweren Naturkatastrophen noch lange nichts, und somit bleibt abzuwarten, wen es als nächsten trifft. Da kommen die Prepper ins Spiel, die ihre Hamsterbunker offenbar mit Kriegsgerät verteidigen wollen, und dann diejenigen sein werden, denen der lang- und damit grausamste Tod beschieden sein wird, wenn sie nicht selbst für ein gnädiges Ende sorgen.

9.1.2020

Neulich habe ich mal wieder für einen vertrauenswürdigen Nachbarn eine Sendung vom HERMES- Boten entgegen genommen und digital unterschreiben müssen. Der Sinn erschließt sich mir bei diesem von Paketdiensten standardisierten Verfahren ohnehin nicht, weil dazu noch nicht einmal drei Kreuze nötig sind, sondern nur ein Strichlein, das über den Autor beim besten Willen nichts aussagt. Hier wird das ganze aber von der Spitze getrieben: Statt eines Griffels ist jetzt der Finger gefragt! Ich dachte sofort an den alten Spruch "Nimm den Finger aus dem Popo und sag dem Onkel "Guten Tag!"!" und hatte schon überlegt, ob ich beim nächsten Mal vorher demonstrativ in der Nase bohre. Als ich das einem vertrauenswürdigen Vertreter der zukunftgestaltenden Nachfolgegeneration mitteilte, lautete seine Antwort "Wenn sich keiner mehr impfen lässt, muss halt so für Abhärtung gesorgt werden."
Da hätte ich auch selbst drauf kommen können! Eins muss man dem neuen Verfahren jedenfalls lassen: Vorher habe ich mir nie solche Gedanken gemacht, wenn ich den angebotenen Griffel benutzt hatte. Dabei macht diese Benutzung im Hinblick auf Ansteckungsmöglichkeiten keinen wesentlichen Unterschied. Die Hände habe ich mir aber danach trotzdem nicht gewaschen. Schlimm genug, aber immerhin durfte ich mich als Kind noch im analogen Dreck abhärten.  Damals war sogar FACEBOOK analog. Da konnte man am Gesicht ablesen, wo sich der Bube herumgetrieben hat.

12.1.2020

Luisa Neubauer schlägt das Angebot für einen Platz im Aufsichtsrat eines Tochterunternehmens von SIEMENS aus und schlägt stattdessen vor, einen Wissenschaftler zu wählen. Als ob es nicht bereits jede Menge Wissenschaftler in Aufsichtsräten gäbe! Die stellen sich  garantiert nicht gegen die Interessen der Konzerne, wenn sie ihren Job behalten wollen.

27.1.2020

Eine Schlagzeile des Tages im SPIEGEL:
Supermärkte testen essbare Schutzhülle für Früchte

Wie bescheuert ist DAS denn? Vorläufig handelt es sich zwar nur um Sorten, deren Schalen nicht verzehrt werden, aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann es auch Erdbeeren & Co betrifft. Abgesehen davon, dass Obst ohnehin gern in den Regalen angegrapscht wird, wird sich auch hierbei irgendwann die Schädlichkeit der verwendeten Substanzen erweisen. Man kann nur hoffen, dass es dann noch genügend Wasser gibt um die Früchte gründlich genug zu waschen. Vermutlich läuft aber alles auf ein "unbedenkliches" Gegenspray - womöglich mit Fruchtgeschmack - heraus. Dann kann man sich Birnen wahlweise mit Himbeer- oder Bananengeschmack munden lassen. Die Transportkosten ließen sich natürlich auch soweit erhöhen, dass regionale Produkte erschwinglicher werden als weither herangekarrte und die Ware bedeutend schneller beim Kunden anlangte, was eine aufwendige Verpackung nicht unbedingt erforderte. Das bedeutete aber, dass unsere Handelspartner weniger Geld einnähmen und somit auch weniger Autos und Waffen von uns kaufen könnten. Wer will das schon? Da beißt man doch lieber in den Zitronenapfel.

Die anderen Schlagzeilen in allen "großen"Medien
Kobe Bryant ist tot!

Verrückte Welt! Ein ehemaliger durchaus nicht unumstrittener Basketballspieler aus Los Angeles ist in seinem eigenen Hubschrauber bei dichtem Nebel, der die Polizeihubschrauber am Boden festhielt, tödlich verunglückt, und das ganze übrige Weltgeschehen tritt in den Hintergrund. Das Unglück war zudem sogar irgendwann absehbar, weil der Spieler offenkundig selbst kürzeste Strecken zu helikoptieren pflegte. Nicht ein Artikel pro Magazin, sondern gleich mehrere sind offenbar vonnöten um sich weltweit bei den zutiefst erschütterten Fans einzuschleimen. Ganz Amerika trauert ganz amerikanisch um einen der "Größten Sportler der Geschichte". Der "Größte Entertainer aller Zeiten" Michel Jackson dürfte in seinem Mausoleum seine Freude daran haben ebenso wie der "Größte Dealer aller Zeiten" im Weißen Haus, dem eine solche Ablenkung vom  Impeachmentverfahren höchst willkommen sein muss. Außerdem wittert er ob des Unfallortes im ungeliebten Kalifornien bestimmt eine Chance, den Demokraten die Schuld in die Schuhe zu schieben.

 

8.2.2020

Ein Zusammenhang, der einen Unbedarften erschrecken könnte: Am 4.2 war der Weltkrebstag und am 5.2. wurde in Thüringen die AfD politisch geadelt. Dabei wiesen wache Geister schon immer darauf hin, dass der Nationalsozialismus ein in den menschlichen Genen angelegtes metastasierendes Krebsgeschwür ist und sich somit auch durch Therapien nicht auslöschen lässt. Es werden lediglich Phasen ermöglicht, in denen sich Hoffnung auf eine günstige Lösung breit macht, und die Symptome die allgemeine Befindlichkeit weniger stören. In der BRD rechne ich die Zeit von 1967 bis 2015 dazu, bedingt durch die Entfernung der schlimmsten Tumore nach dem Weltkrieg und die sowohl schrumpfende als auch sedierende Wirkung des darauf folgenden Wirtschaftswunders, die nach der Wende 1990 zunehmend nachließ und 2015 mit der Abspaltung des liberalen Wirtschaftsflügels von der AfD dem Durchbruch der Metastasen nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Offenbar wird es wieder Zeit, das die Tumore anwachsen, bis sie sich gegenseitig aufzufressen beginnen, und einer dezimierten Population wieder die Möglichkeit des Neuaufbaus bleibt.
Es gibt Stimmen, die darauf hinweisen, dass Hirn gegen die Misere helfen könnte. In Anbetracht des zur Zeit nicht zu leugnenden Umstandes, dass auch solche Krebsgeschwüre nicht auszurotten sind, kann den auf Nachhaltigkeit setzenden Unterstützern Hirn nicht abgesprochen werden. Es bedient lediglich ursprüngliche Bedürfnisse, die in jedem schlummern. Altruismus ist nur angesagt, solange er einem nützt - und sei es auch nur, weil der Umstand, dass es anderen schlechter geht, das Selbstwertgefühl hebt.
Das gerade in Thüringen Passierte und vor allem auch das Palaver der "bürgerlichen" Parteien dahinter war in der Untat nichts Besonderes, denn Undercovernazis gibt es ohnehin in jeder Partei. Ebenso wie es Undercoversozis bei den Nazis gab. Das wird jedenfalls dem hier in der Gegend überaus ehrenwerten Hinrich Wilhelm Kopf nachgesagt.

17.2.2020

Ein augenscheinlicher Vergleich

Kürzlich entnahm ich einer anregenden Diskussion den Satz: "Ja, unsre Sprache und unsre Weltsicht nimmt offenbar auch gerne Gegensätze wahr.( Yin und Yang)." Dem habe ich hinzuzufügen, dass sich im Laufe der Zeit mein Spektrum womöglich infolge so einer Art Glaskörpervorfalls des geistigen Auges zumindestens zeit- bzw. anlassweise auch auf Kosten von diskreten Zwischenwerten verkontinuierlicht hat. (Gar mancher mag jetzt sicher einen gelegentlichen Mangel an Diskretion darauf zurückführen, aber der leitet sich von etwas ganz anderem ab.) Mein Sinnesorgan ist schon geraume Zeit von einer solchen Diagnose betroffen und kann damit inzwischen ganz passabel umgehen, solange die Brille halbwegs sauber bleibt, der Focus passt, und die Lichtstärke sich nicht als extrem in beide Richtungen erweist. Einerseits bin ich blendempfindlicher, andererseits gehe ich auch vorsichtiger mit Blendern um. Zum Vergleich beschränkt mich das geistige Pendant in meinen Möglichkeiten und bewahrt mich vor ungeliebten Verpflichtungen. Das legt mir solche Überlegungen nahe, und ich gehe eingedenk der visuellen Beeinträchtigungen sogar soweit, dass ich den geistigen Zustand mit partieller wie temporärer Altersmilde bezeichnen würde. Der etwas lästige Effekt: Ich laufe momentan Gefahr, von gegensätzlichen Seiten einer Auseinandersetzung der jeweils anderen zugeordnet zu werden. Das wiederum berührt mich zunehmend am Rande, wobei mir just der beschriebene Zustand gute Dienste leistet. Ich will das zwar nicht darauf zurückführen, dass ich endlich meine Identität gefunden hätte, aber mit dem Gedanken, dass ich meiner Identität die Möglichkeit einräume, sich den körperlichen Gegebenheiten anzupassen, kann ich mich durchaus anfreunden.

 

23.2.2020

Die Zeiten, da SCHWARZROT für ein WEITERSO als GOLD angesehen wurde, sind längst vorüber. Der Umgang der CDU mit dem Ausgang der Thüringer Landtagswahl dürfte auch dem wohlgesinntesten Bundesbürger vor Augen führen, dass es zum einen alteingesessenen Politikern lediglich um Machterhalt geht, und dass zum anderen die Braunwesten der CDU in 75 Jahren weder kleiner noch ausgebleichter geworden sind. Es bleibt die vage Hoffnung, dass die vereinsschädigende öffentliche Debatte über das dilettantische Taktieren auch diese überaus wertschätzenden Underjacketagenten beflügelt, endlich Farbe zu bekennen und mit einem Frontenwechsel ins Blaue für klare Verhältnisse zu sorgen. Dann könnte die Rest-CDU womöglich auch wieder gewählt werden. Die Probleme der SPD sind ähnlicher Natur, was den Machtanspruch betrifft, und wenn man bedenkt, dass auch in dieser Partei früher garantiert nicht nur ein opportunistischer Kopf mit braunen Flecken auf der persilgewaschenen Weste höchste Posten erlangt habt, kann man sich der Unterkleidung einiger Enkel ebenfalls nicht sicher sein. Solch eine Tarnung allerdings macht die Pratgonisten noch gefährlicher als ihre entsprechenden Grokollegen. Was bleibt, ist ein in steigendem Misstrauen begründeter schwindender Zuspruch zu beiden Parteien. Das Beängstigende: Wenn man bedenkt, dass die Ideologien der Nazis und der Ökologischen Bewegung gleiche Wurzeln haben, könnte es sich im Nachhinein sogar als blauäugig herausstellen, wenn alle Hoffnungen auf die GRÜNEN gesetzt werden.

 

27.2.2020

mehr dazu HIER

2.3.2020

"Man muss ausstrahlen, dass Regieren Spaß macht." (Armin Laschet im Februar 2020 beim Wahlkampf um den CDU- Vorsitz)
So einen (leider nicht) selten dämlichen Spruch habe ich schon vor 20 Jahren bei einer hiesigen Lokalpolitikerin der CDU (Wen wundert das? Aber die anderen können das auch bestens.) unmöglich gefunden. Er entlarvt die Misere, dass Politiker in Deutschland seit dem letzten Krieg nur wachstumsorientierte Schönwetterpolitik kennen, während sturmerprobtes Verantwortungsbewusstsein angesagt ist. Angesichts der mehr als unsicheren Weltlage und eingesichts des Umstandes, dass weltweit zunehmend von machterhaltungsgeilen Lakaien des Kapitals ebenso gedacht wird, die sich zu allem Unglück damit auch meistens noch durchsetzen, während besonnene Stumpfvolksnichtvertreter um ihr Leben fürchten müssen, kann einem da nur Angst und Bange werden.
Da ich die Typen, die sich zu solchen Wahlen stellen, nicht für strunzdumm halten möchte, gehe ich davon aus, dass sie allesamt unterderhandfeste egoistische Motive haben.

7.3.2020

Chaos an den Grenzen der EU: Die Murmeltiertage hören nicht auf.


 

 17.3.2020


Die ganze Beschränkung wird an der Aufforderung von GRETA an ihre Fans offenbar:

 
1.4.2020:

Allseits wird in Coronazeiten das Gejammer um das Mannschaftssterben und den Sponsorenschwund im Leistungssport immer lauter. Ich sehe darin allerdings eine Chance, einen inzwischen ganz normalen Wahnsinn im halb- bis vollprofessionellen Bereich einzudämmen. Es ist ohnehin schlimm genug, dass eine medaillengeile Politik nicht nur mafiöse Strukturen, sondern auch Kindesmissbrauch nach chinesischem Modell in den Sportstätten fördert. Da darf es nicht sein, dass der Normalverbraucher mit überteuerten Preisen das Sponsoring von Träumern und ferngelenkten Funktionshosen refinanziert. Wem unbedingt daran gelegen ist, der soll sich in Irgendwelchensnamen über Sendegebühren bei privaten Sendern, Eintrittspreise, Fanartikel und private Zuwendungen daran beteiligen.
Vielleicht dürfen dann Vorzeigekinder auch wieder Kinder sein und kindgerecht auf breiter geistiger, körperlicher und vor allem sozialer Basis eine Persönlichkeit entfalten, die den wirklichen Anforderungen der heutigen Welt gewachsen ist, anstatt in der Frühstpension womöglich als Sportidole durchs globale Dorf getrieben zu werden.

   8.4.2020 

"Danach ebenso wie Davor" wäre Irrsinn
Die ganzen Diskussionen um das Danach der Coronakrise zeigen nur die Hilflosigkeit von Politik und Wissenschaft. Da wird davon schwadroniert, dass die Geschäfte wieder aufmachen, und danach die Restaurants und Hotels. Außer Acht gelassen wird, dass dafür auch Kunden vorhanden sein müssen. Solange bei allseits geschlossenen Grenzen die kurzarbeitenden und entlassenen Menschen aber damit finanziell aus- bis übergelastet sind, ihre Miet- und Kreditschulden zu tilgen sowie den allernötigsten Lebensunterhalt zu gewährleisten, haben nur systemrelevante Anbieter und betrügerische Heilsversprecher eine Chance auf ausreichenden Umsatz. Die Luxus-, Deko- und Geschenkartikel sowie Souvenirs stehen da ebenso ganz hinten an. Dasselbe gilt für alle Dienstleistungen, die die Massen- bzw. gehobene Unterhaltung wie z.B im Urlaub oder Kulturbetrieb betreffen, falls sie nicht durch die Krankenkassen finanziert werden. Selbst der Verkauf von Bastelmaterial für Eigenproduktionen für Märkte und Messen macht mangels Nachfrage keinen Sinn. Was bleibt, sind die Branchen Telekommunikation, Gesundheit und Ernährung. Dazu gesellt sich der Bereich Mobilität, der sich allerdings in absehbarer Zeit personenbezogen höchstwahrscheinlich auf das Inland beschränkt. Wer überdies gerade ein Eigenheim plant, dürfte sich eher Hoffnungen auf Schnäppchen aus dem Bestand der Insolvenzmasse machen. Entweder wird demnach die Wirtschaftpolitik auf eine deutlich abgespeckte Nachfrage grundlegend neu (und bestenfalls sogar ökologisch orientiert) abgestimmt, oder die wachstumsbesoffene Gesellschaft geht vor die Hunde. Dass die Sozialpolitik nach dem vorhandenen Muster ins Chaos führt, ist zudem eine andere Pandorabüchse, die unbedingt geschlossen werden muss.

Es gibt bereits angedachte Ansätze dafür:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen zum Beispiel. Dann bräuchte man die Haus- und Familienarbeit nicht schlecht bezahlten überlasteten Dienstleistern überlassen und auch selbst nicht schwarz bis prekär zu arbeiten, wobei womöglich eh nur irgendein unnötiger Tinnef produziert oder verhökert wird. Die Ansprüche müsste man dann zwar auch zurückschrauben, aber das wird ohnehin höchste Zeit, wenn man in Ruhe gelassen werden will, denn hierzulande sind sie viel zu hoch geworden und CSG*-Tours sorgen dafür, dass sie bis in den letzten Winkel der Welt sogar analog verprotzt werden. Schleunigst wäre ein Verweis auf die Weltgeschichte angebracht, der zeigen würde, dass bisher alle Hochkulturen wegen ihrer hohen Ansprüche zugrunde gegangen sind. Der Turmbau zu Berlin hat nicht nur seine kritische Größe erreicht, er bedient sich zudem der Bausteine, die er aus dem Fundament herausbricht.
CSG - CRUISEN, SCHLEMMEN, GAFFEN

 

19.4.2020

Werden wir allmählich ein Gottesstaat?

Am 17.4.2020 erscheint in einer Frageaktion in den Lokalteilen der CUXHAVENER NACHRCHTEN und der NIEDERELBE ZEITUNG folgende Leserfrage von Klaus Schroh: „Warum wird bei der Ursachenermittlung zum Ausbruch von Corona nicht darüber nachgedacht, dass der Planet Erde sich mit dem Corona-Virus gegen die explosionsartige Steigerung der Erdbevölkerung wehrt? Schliesslich sind auch im Tierreich bei Überpopulationen in freier Wildbahn oder in Massenstallungen ähnliche Phänomene bekannt... .“
Die Zeitung lässt den Leiter des Ev.-luth. Kirchenkreises Cuxhaven und Land Hadeln antworten: „Eine grundlegende biblische Erkenntnis ist, dass Gott die Welt in die Verantwortung des Menschen übergeben hat mit der Aufgabe, diese zu bebauen und zu bewahren. Ich denke somit nicht, dass sich die Welt gegen die Menschen „wehren“ kann. Wichtiger Bestandteil der Schöpfung sind auch die Viren und Bakterien, die die GesundheitvonMenschenundTierensowohl fördern als auch beeinträchtigen. Sie gehören zur Grundfunktion allen Lebens. ...
...Ich bin überzeugt davon, dass wir auch diese gesundheitliche Krise überstehen werden. Und das hat mit meinem Weltbild zu tun. Die Schöpfungsgeschichte der Bibel endet ja mit dem Satz: „Und siehe, es war sehr gut“..."

Ich halte es für journalistisch nicht sauber, wenn die Leserfrage von Klaus Schroh am 17.4.2020 im Namen der Zeitung lediglich von einem Vertreter der christlichen Kirchen mit Verweis auf die Schöpfungsgeschichte beantwortet wird. Die Bibel ist nicht das Grundgesetz der Natur und die Kreationisten nicht die Weltbeherrscher, oder sind wir hier etwa in Polen oder dem Mittelwesten der USA? Habe ich etwa eine Entwicklung übersehen, die mir mehr Angst machen würde als das grassierende Virus? Und wenn schon in meinen Augen die Welt von irgendwas beherrscht wird, dann viel eher von Viren und Bakterien, die die Resetknöpfe zu bedienen wissen, welche den Wahnsinn von wuchernden Populationen stoppen können.
Johann Kowalczik, Otterndorf
Empfohlener Lesestoff: https://www.chbeck.de/fatum/product/30150044

20.4.2020

Tourismus wieder ermöglichen?
Hoffentlich nicht, bevor es so etwas wie einen verpflichtenden Impfschutz gibt!!
Auch wenn die Lage der betroffenen Anbieter katastrophal ist, und wenn Politiker und Lobbyisten hier an der Küste einem ganze Sandstrände in die Augen zu streuen versuchen:Es gibt zuviele Menschen, die sich generell nicht an Regeln halten. Andere schaffen das nach einer gewissen Duldungsphase bei extrem empfundenen Gefahren auch nicht. Im Urlaub- und dabei je weiter weg, desto ungenierter- scheinen allerdings auch ansonsten vernünftig scheinende Menschen auf eigenen Gesetzen herumzureisen. ("Hier kennt mich eh keiner!")Wer in diesem Jahr noch in den Urlaub fahren will, der ist ohnehin risikofreudig, und wer mitteilt, dass er ins Ausland fahren müsse, weil er sich den Ferienaufenthalt hierzulande nicht leisten kann, lässt die Vermutung aufkommen, dass damit nicht nur seine finanzielle Situation gemeint sein kann. Im Übrigen hat es auch hierbei nicht annähernd genügend Personal zur Überwachung. Folglich ist davon auszugehen, dass die deutschen Touristikziele, die zunehmend bestrebt sind sich einzuischgln und zu verballermannisieren, zu Corona- Hotspots würden. Wahrscheinlicher finde ich, dass nach kurzer Zeit alles wieder auf Reset gestellt würde, was den Frust erst recht anheizte.

24.4.2020

Die Erleichterungen für den nicht systemrelevanten Einzelhandel verfehlen ihre Wirkung für den Einzelhandel, weil Einkaufen unter den geforderten Abstandsregeln (anscheinend nicht nur mir) keinen Spaß mehr macht, und weil der Onlinehandel die Chance offenbar mit Rabatten genutzt hat. Längeres Verweilen an einer Stelle zum Auswählen oder gar zur Beratung setzt einen der Ungeduld der nachfolgenden Warteschlange aus, und das Warten an sich nimmt den Großteil der Zeit in Anspruch. Dazu kommt, dass beim Standortwechsel z.B. Männer ohne Bedenken 1,50 Meter für ihre Penislänge halten, Frauen sich notfalls auf ihre Kurzsichtigkeit berufen, und eine Maske scheinbar alles erlaubt. Brillenträger und korrekte Mundschutze werden ohnehin nie Freunde, Heuschnupfen geht gar nicht, und die Hände verübeln einem das permanente Waschen und Desinfizieren. Außerdem ist der sicherste Weg in die Einkaufszentren der mit dem Auto - natürlich ohne haushaltsferne Fahrgemeinschaften. Es gibt zwar Läden, die Abstandsregeln den Auslegungen der Kunden anheimstellen, aber die Konkurrenz dürfte sich das nicht lange gefallen lassen, und wenn das Ordnungsamt auch dafür noch Hilfssheriffs auf Provisionsbasis einstellen sollte, dann wird das nie was mit dem Konsum.

 

1.5.2020

Point of no return
Es ist egal, wie es mit der Pandemie ausgeht: Der 1.Mai 2020 wird als der Tag der endgültigen Kapitulation der Politik in der BRD eingehen, der als Blaupause für spätere Krisen dient. Bei den verbotenen Demonstrationen ging es nicht mehr um richtungspolitische Ansichten und nur in sehr geringem Maße um angewandte direkte Gewalt, sondern um die in einer vorher unvorstellbaren Bedrängnis eingeschränkten persönlichen Freiheitsansprüche jedes Beteiligten. Demonstranten, Polizisten und Gaffer sahen sich so in einem gemeinsamen Anliegen vereint und machten damit alle Bemühungen um Durchsetzung der Anordnungen zunichte.
Es war abzusehen, dass der Zeitpunkt kommt, denn zur Verhinderung gab es nach der Aufstellung unkontrollierbarer Forderungen nur die Wahl zwischen der Pest eines offen diktatorischen Spitzel- und Polizeistaats und der Cholera in Form eines vorauseilenden Eingeständnisses der realen Machtlosigkeit einer angeblich auf Vernunft der Bürger basierenden Demokratie, die in Wirklichkeit auch nur dem auf wachsendem "Wohlstand" basierenden Diktat des Kapitals unterworfen ist. Solange Demonstrationen wie die von "Fridays for future" dem Dagobertismus nicht gefährlich werden, gibt es keine Probleme. Die Hoffnung auf eine gründliche Erneuerung ist allerdings vergeblich, denn bisher hat sich noch in jedem daraus entstandene System das Kapital im Laufe der Zeit mehr oder weniger verschleiert seine Macht zurückerobert.

15.5.2020

Die Coronakrise dürfte auch dem letzten Zweifler die Augen öffnen: Die Institutionalisierung der Kindererziehung bedient trotz aller Schönfärberei einzig und allein die Interessen der Wirtschaft. Eine Gleichstellung der neudeutsch Carearbeit genannten "niederen Tätigkeiten im Haushalt" wäre schon längst angesagt, allerdings in e"mann"zipierter Form. Jedem klar denkenden Menschen muss es auffallen, dass es effektiver und sparsamer ist, sich selbst zu Diensten zu sein als sich gegenseitig prekär zu versklaven. Das bedeutet vor allem : Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - oder eben ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Dann könnten auch die Schulkinder länger zuhause bleiben, wenn es vernünftiger ist, und einigermaßen rüstige Senioren müssten nicht in Ompazoos ausgelagert werden. Die kleinsten poltischen Einheiten befinden sich nun mal innerhalb von Familien. Deshalb kann ein dem Gemeinwohl verpflichteter Staat nur auf so einer Basis erreicht werden.

2.6.2020

 

7.6.2020

 

Ehrlich geschrieben sehe ich bei den Demonstrationen ähnlich wie bei FFF eine Menge Scheinheiligkeit, in diesem Fall bei denen, die sich für "farblos" halten. Für viele scheint es auch nur ein anerkannter Grund zu sein, sich halbwegs unbehelligt der Coronabeschränkungen zu entziehen.

 

Nebenbei bemerkt halte ich die Begriffe "Weiße" und Schwarze" beide für  diskriminierend .


8.7.2020

9.8.2020

6 Monate Coronakrise sind rum, und die Sterneköche jammern über mangelnden Zuspruch ihrer Gourmettempel. Geht der Dekadentia etwa das Geld für die Teilnahme an den täglichen Fressvernissagen aus? Zumindestens die Firmen scheinen bei ihren Spesen und Bewirtungskosten zu sparen und damit den hochdalmatinisierten Pompfooddesignern das Wasser abzugraben. Endlich, kann ich da nur sagen! Wozu 8 Gänge, wenn danach die Fülle der einzelnen Zutaten dafür sorgt, dass man sich auf nichts richtig konzentrieren konnte? Ganz davon abgesehen geht es auch nicht darum, sondern um das Gefühl, sich etwas geleistet zu haben und die Stillung eines ausgeprägten Mitteilungshungers dessentwegen. Das ist schließlich doch etwas anderes als ein (meinetwegen auch Gala-)Buffet oder gar nur ein Einzelgericht im Nobelrestaurant, wie teuer es auch immer sein mag.Der Inhalt zählt bestenfalls auf der Speisekarte und verschwindet spätestens nach dem in wahren Küchenkennerkreisen unerlässlichen Alkoholkonsum im furzaromengeschwängerten Nirwana des postmodernden Lalltalks. Nicht selten landet er aber auch in der thermischen Entsorgung, weil die Konsumenten ohnehin entweder geltungsbewusst immer etwas auszusetzen haben müssen oder schon von vornherein übersättigt oder auf Diät sind. Bestenfalls bleibt da nur noch die trendartig aufgestylte Präsentation und die Rechnung in Erinnerung, die zu begeisterten Empfehlungen dienen dürfen. Trimalchio lässt grüßen, und unsereins findet den fehlenden Respekt vor der Nahrung zum Kotzen. Immerhin bleibt eine gewisse Hoffnung, dass die Coronakrise die Köche vielleicht dazu bewegt, die frei werdenden Ressourcen durch vorbildhaftes Verhalten und Schulung der Gewohnheiten derer zu beeinflussenn, die sich in Zukunft wohl oder übel dann doch selbst um erschwingliche und möglichst bekömmliche Ernährung kümmern müssen. Dann wird man sich vielleicht doch noch so etwas wie satt sehen können. So ein Trendscheiß wie "Kochen aus dem Baum", womöglich in Verbindung mit "Waldbaden"gehört dann allerdings nicht in den Lehrplan.
zurück