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Nachgedacht
2020


Es wird immer schwerer, über die politische Lage nachzudenken, weil alles im Prinzip schon hier aufgeschrieben steht. TRUMP und GRETA beherrschen die Weltmedien, FFF und die AfD die bundesdeutschen Meinungsgestalter, und ein paar regionale Polemiker sorgen welt- wie auch landesweit nicht wirklich für eine Auflockerung. Gemeinschaften und Demokratien demolieren sich national ausgerichtet weltweit selbst, der Wirtschaftswachstumsirrglaube bekommt lediglich einen grünen Anstrich, und 75 Jahre Frieden in Westeuropa sorgen bei den besorgten Neofaschisten von links und rechts offensichtlich für eine Langeweile, die der Bekämpfung bedarf. Links werden dafür Kinder instrumentalisiert, und rechts wartet man ab, bis diese Methode endgültig salonfähig geworden ist. Die Zielsetzung dabei ist unterschiedlich: Während die einen die Omasau ausschlachten, warnen die anderen demnächst davor die Omakuh zu verärgern, solange sie noch ergiebig gemolken werden kann. Die sich als handlungsunfähig erweisende Mitte zerfleischt sich derweil selbst und beschwört weiterhin im Auftrag der Konzerne technische Lösungen, deren mittelfristige Realisationen für jeden halbwegs zum Selbstdenken Bereiten erkennbar schon an den Vor- und Rahmenbedingungen scheitern müssen. Was alle eint, ist die reale Einschätzung ihrer Lage und der Verzicht auf jeglichen Verzicht. Daran ändert bisher auch eine erste Häufung von schweren Naturkatastrophen noch lange nichts, und somit bleibt abzuwarten, wen es als nächsten trifft. Da kommen die Prepper ins Spiel, die ihre Hamsterbunker offenbar mit Kriegsgerät verteidigen wollen, und dann diejenigen sein werden, denen der lang- und damit grausamste Tod beschieden sein wird, wenn sie nicht selbst für ein gnädiges Ende sorgen.

9.1.2020

Neulich habe ich mal wieder für einen vertrauenswürdigen Nachbarn eine Sendung vom HERMES- Boten entgegen genommen und digital unterschreiben müssen. Der Sinn erschließt sich mir bei diesem von Paketdiensten standardisierten Verfahren ohnehin nicht, weil dazu noch nicht einmal drei Kreuze nötig sind, sondern nur ein Strichlein, das über den Autor beim besten Willen nichts aussagt. Hier wird das ganze aber von der Spitze getrieben: Statt eines Griffels ist jetzt der Finger gefragt! Ich dachte sofort an den alten Spruch "Nimm den Finger aus dem Popo und sag dem Onkel "Guten Tag!"!" und hatte schon überlegt, ob ich beim nächsten Mal vorher demonstrativ in der Nase bohre. Als ich das einem vertrauenswürdigen Vertreter der zukunftgestaltenden Nachfolgegeneration mitteilte, lautete seine Antwort "Wenn sich keiner mehr impfen lässt, muss halt so für Abhärtung gesorgt werden."
Da hätte ich auch selbst drauf kommen können! Eins muss man dem neuen Verfahren jedenfalls lassen: Vorher habe ich mir nie solche Gedanken gemacht, wenn ich den angebotenen Griffel benutzt hatte. Dabei macht diese Benutzung im Hinblick auf Ansteckungsmöglichkeiten keinen wesentlichen Unterschied. Die Hände habe ich mir aber danach trotzdem nicht gewaschen. Schlimm genug, aber immerhin durfte ich mich als Kind noch im analogen Dreck abhärten.  Damals war sogar FACEBOOK analog. Da konnte man am Gesicht ablesen, wo sich der Bube herumgetrieben hat.

12.1.2020

Luisa Neubauer schlägt das Angebot für einen Platz im Aufsichtsrat eines Tochterunternehmens von SIEMENS aus und schlägt stattdessen vor, einen Wissenschaftler zu wählen. Als ob es nicht bereits jede Menge Wissenschaftler in Aufsichtsräten gäbe! Die stellen sich  garantiert nicht gegen die Interessen der Konzerne, wenn sie ihren Job behalten wollen.

27.1.2020

Eine Schlagzeile des Tages im SPIEGEL:
Supermärkte testen essbare Schutzhülle für Früchte

Wie bescheuert ist DAS denn? Vorläufig handelt es sich zwar nur um Sorten, deren Schalen nicht verzehrt werden, aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann es auch Erdbeeren & Co betrifft. Abgesehen davon, dass Obst ohnehin gern in den Regalen angegrapscht wird, wird sich auch hierbei irgendwann die Schädlichkeit der verwendeten Substanzen erweisen. Man kann nur hoffen, dass es dann noch genügend Wasser gibt um die Früchte gründlich genug zu waschen. Vermutlich läuft aber alles auf ein "unbedenkliches" Gegenspray - womöglich mit Fruchtgeschmack - heraus. Dann kann man sich Birnen wahlweise mit Himbeer- oder Bananengeschmack munden lassen. Die Transportkosten ließen sich natürlich auch soweit erhöhen, dass regionale Produkte erschwinglicher werden als weither herangekarrte und die Ware bedeutend schneller beim Kunden anlangte, was eine aufwendige Verpackung nicht unbedingt erforderte. Das bedeutete aber, dass unsere Handelspartner weniger Geld einnähmen und somit auch weniger Autos und Waffen von uns kaufen könnten. Wer will das schon? Da beißt man doch lieber in den Zitronenapfel.

 

Die anderen Schlagzeilen in allen "großen"Medien
Kobe Bryant ist tot!

Verrückte Welt! Ein ehemaliger durchaus nicht unumstrittener Basketballspieler aus Los Angeles ist in seinem eigenen Hubschrauber bei dichtem Nebel, der die Polizeihubschrauber am Boden festhielt, tödlich verunglückt, und das ganze übrige Weltgeschehen tritt in den Hintergrund. Das Unglück war zudem sogar irgendwann absehbar, weil der Spieler offenkundig selbst kürzeste Strecken zu helikoptieren pflegte. Nicht ein Artikel pro Magazin, sondern gleich mehrere sind offenbar vonnöten um sich weltweit bei den zutiefst erschütterten Fans einzuschleimen. Ganz Amerika trauert ganz amerikanisch um einen der "Größten Sportler der Geschichte". Der "Größte Entertainer aller Zeiten" Michel Jackson dürfte in seinem Mausoleum seine Freude daran haben ebenso wie der "Größte Dealer aller Zeiten" im Weißen Haus, dem eine solche Ablenkung vom  Impeachmentverfahren höchst willkommen sein muss. Außerdem wittert er ob des Unfallortes im ungeliebten Kalifornien bestimmt eine Chance, den Demokraten die Schuld in die Schuhe zu schieben.

 

8.2.2020

Ein Zusammenhang, der einen Unbedarften erschrecken könnte: Am 4.2 war der Weltkrebstag und am 5.2. wurde in Thüringen die AfD politisch geadelt. Dabei wiesen wache Geister schon immer darauf hin, dass der Nationalsozialismus ein in den menschlichen Genen angelegtes metastasierendes Krebsgeschwür ist und sich somit auch durch Therapien nicht auslöschen lässt. Es werden lediglich Phasen ermöglicht, in denen sich Hoffnung auf eine günstige Lösung breit macht, und die Symptome die allgemeine Befindlichkeit weniger stören. In der BRD rechne ich die Zeit von 1967 bis 2015 dazu, bedingt durch die Entfernung der schlimmsten Tumore nach dem Weltkrieg und die sowohl schrumpfende als auch sedierende Wirkung des darauf folgenden Wirtschaftswunders, die nach der Wende 1990 zunehmend nachließ und 2015 mit der Abspaltung des liberalen Wirtschaftsflügels von der AfD dem Durchbruch der Metastasen nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Offenbar wird es wieder Zeit, das die Tumore anwachsen, bis sie sich gegenseitig aufzufressen beginnen, und einer dezimierten Population wieder die Möglichkeit des Neuaufbaus bleibt.
Es gibt Stimmen, die darauf hinweisen, dass Hirn gegen die Misere helfen könnte. In Anbetracht des zur Zeit nicht zu leugnenden Umstandes, dass auch solche Krebsgeschwüre nicht auszurotten sind, kann den auf Nachhaltigkeit setzenden Unterstützern Hirn nicht abgesprochen werden. Es bedient lediglich ursprüngliche Bedürfnisse, die in jedem schlummern. Altruismus ist nur angesagt, solange er einem nützt - und sei es auch nur, weil der Umstand, dass es anderen schlechter geht, das Selbstwertgefühl hebt.
Das gerade in Thüringen Passierte und vor allem auch das Palaver der "bürgerlichen" Parteien dahinter war in der Untat nichts Besonderes, denn Undercovernazis gibt es ohnehin in jeder Partei. Ebenso wie es Undercoversozis bei den Nazis gab. Das wird jedenfalls dem hier in der Gegend überaus ehrenwerten Hinrich Wilhelm Kopf nachgesagt.

13.2.2020

Als Elbanrainer, der täglich etliche Blechschüsselfrachter und nächtlich Kreuzfahrtschachteln vorüberziehen sehen kann und beim Blick in den wolkenlosen Himmel sich von einem BURDA- Schnttbogen bedeckt fühlt, bin ich mir der Auswirkung unnötiger globaler Transportwege auf das Klima bewusst. Deshalb denke ich:
Das Vertrauen auf die Selbstheilungskräfte der Natur könnte sich auszahlen. CORONA bewirkt womöglich auf natürlichem Wege, was GRETA in ihrer kindlichen Technikgläubigkeit erreichen will: Ganz abgesehen davon, dass das Virus vorzugsweise ""alte weiße Männer " dahinrafft, könnte sich das Klima durch eine längere Behinderung oder gar Unterbrechung von Touristen- und Warenströmen vorübergehend "erholen".  Sollte das zu deutlichen Ergebnissen führen, würde die Bedeutung des Konsumverzichts vielleicht sogar den Klimaskeptikern auffallen. Wenn es dann auch noch diejenigen von ihrem Vorhaben abbringen könnte, die eine gerechte Teilhabe an der höheren Lebensqualität der "führenden Nationen" einfordern, wäre eine Verlangsamung des Klimawandels denkbar, zumal der vermeintliche Wohlstand dann unweigerlich sinken müsste. Wer die Epidemie nicht als eine unmissverständliche Warnung auffasst, relativiert, abwiegelt und in Hybris schwelgend auf die heilsverkündenden Möglichkeiten der Pharmafia verweist, der benutzt den Sand im Getriebe der globalen Wirtschaft, um ihn dem gemeinen Volk in die Augen zu streuen.

 

17.2.2020

 

Ein augenscheinlicher Vergleich

Kürzlich entnahm ich einer anregenden Diskussion den Satz: "Ja, unsre Sprache und unsre Weltsicht nimmt offenbar auch gerne Gegensätze wahr.( Yin und Yang)." Dem habe ich hinzuzufügen, dass sich im Laufe der Zeit mein Spektrum womöglich infolge so einer Art Glaskörpervorfalls des geistigen Auges zumindestens zeit- bzw. anlassweise auch auf Kosten von diskreten Zwischenwerten verkontinuierlicht hat. (Gar mancher mag jetzt sicher einen gelegentlichen Mangel an Diskretion darauf zurückführen, aber der leitet sich von etwas ganz anderem ab.) Mein Sinnesorgan ist schon geraume Zeit von einer solchen Diagnose betroffen und kann damit inzwischen ganz passabel umgehen, solange die Brille halbwegs sauber bleibt, der Focus passt, und die Lichtstärke sich nicht als extrem in beide Richtungen erweist. Einerseits bin ich blendempfindlicher, andererseits gehe ich auch vorsichtiger mit Blendern um. Zum Vergleich beschränkt mich das geistige Pendant in meinen Möglichkeiten und bewahrt mich vor ungeliebten Verpflichtungen. Das legt mir solche Überlegungen nahe, und ich gehe eingedenk der visuellen Beeinträchtigungen sogar soweit, dass ich den geistigen Zustand mit partieller wie temporärer Altersmilde bezeichnen würde. Der etwas lästige Effekt: Ich laufe momentan Gefahr, von gegensätzlichen Seiten einer Auseinandersetzung der jeweils anderen zugeordnet zu werden. Das wiederum berührt mich zunehmend am Rande, wobei mir just der beschriebene Zustand gute Dienste leistet. Ich will das zwar nicht darauf zurückführen, dass ich endlich meine Identität gefunden hätte, aber mit dem Gedanken, dass ich meiner Identität die Möglichkeit einräume, sich den körperlichen Gegebenheiten anzupassen, kann ich mich durchaus anfreunden.

 

23.2.2020

Die Zeiten, da SCHWARZROT für ein WEITERSO als GOLD angesehen wurde, sind längst vorüber. Der Umgang der CDU mit dem Ausgang der Thüringer Landtagswahl dürfte auch dem wohlgesinntesten Bundesbürger vor Augen führen, dass es zum einen alteingesessenen Politikern lediglich um Machterhalt geht, und dass zum anderen die Braunwesten der CDU in 75 Jahren weder kleiner noch ausgebleichter geworden sind. Es bleibt die vage Hoffnung, dass die vereinsschädigende öffentliche Debatte über das dilettantische Taktieren auch diese überaus wertschätzenden Underjacketagenten beflügelt, endlich Farbe zu bekennen und mit einem Frontenwechsel ins Blaue für klare Verhältnisse zu sorgen. Dann könnte die Rest-CDU womöglich auch wieder gewählt werden. Die Probleme der SPD sind ähnlicher Natur, was den Machtanspruch betrifft, und wenn man bedenkt, dass auch in dieser Partei früher garantiert nicht nur ein opportunistischer Kopf mit braunen Flecken auf der persilgewaschenen Weste höchste Posten erlangt habt, kann man sich der Unterkleidung einiger Enkel ebenfalls nicht sicher sein. Solch eine Tarnung allerdings macht die Pratgonisten noch gefährlicher als ihre entsprechenden Grokollegen. Was bleibt, ist ein in steigendem Misstrauen begründeter schwindender Zuspruch zu beiden Parteien. Das Beängstigende: Wenn man bedenkt, dass die Ideologien der Nazis und der Ökologischen Bewegung gleiche Wurzeln haben, könnte es sich im Nachhinein sogar als blauäugig herausstellen, wenn alle Hoffnungen auf die GRÜNEN gesetzt werden.

 

27.2.2020

 


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