Zur Datenschutzerklärung  


Politischer Senf

 

Brecht-Update

So was hätt einmal fast die Welt regiert!

Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
gibts nicht nur einen, der sich rüde auftrumpiert!
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!

Ass is Trump!

Das VOLK wird immer dümmer,
drum zieht jetzt sowas immer:
Pöbeln, hetzen, lügen
bringt dem VOLK Vergnügen!
Mit recherchierten Fakten
glänzt man bei Abgekackten.
Je offener die Hose,
desto sicherer die Chose.
Global trumping

World order keeps on slumping:
Worldwide cerebral clumping
results from social dumping
basing dishonest stumping.
I call it "global trumping"!

.

Negeraufstand in Kuba reloaded
Völkisches Liedgut


Refrain:

Die Ministerhasser
und Migrantenhasser

feiern sich mit Horrido!
Tief im Osten hat´s begonnen
und verbreitet wie die Pest,
hat dann überland genommen,
setzt im hohlen Kopf sich fest.

Montagabends gellen Schreie,
durch die Strassen in die Nacht,
wo die Wut besorgter Bürger
einen Pöbelsturm entfacht.
Erstmal war es nur PEGIDA,
jetzt kann´s auch die AfD:
Spielen mit dem Adolfeuer
unterm Biedermanntoupet.
Der da meint, das wär´n Idioten,
hat die Lage unterschätzt:
Zwischen Spannern und Chaoten
wird die Republik zersetzt.
Eines steht wohl außer Frage,
auch wenn das nicht jedem schmeckt:
Es sind nicht die dummen Köpfe,
die sich sowas ausgehöckt.
Außerdem wird Nationalsein
grade international,
denn die ungenierten Hetzer,
etablieren sich global.
Fragt man sich: "Was soll nun werden?",
steht man alsbald auf dem Schlauch.
Überzeugten Demokraten
droht ein Tod in Schall und Rauch.
Sowas war schon immer üblich:
Ist das Volk erst mariniert
mit Entäuschung, Wut und Zweifel,
wird drauflos demokratiert.
Freude herrscht bei Egomanen,,
die das alles im Kalkül
haben, und für die das Chaos
nichts ist als ein schlauer Deal.
Doch der "Kleine" bleibt der Dumme,
ganz egal, in welcher Art
sich die Staatsform fortentwickelt:
Jeder Ausgang trifft ihn hart.

Arbeit, süße Arbeit

(Genderversion)

Volksliedgut


Er war ne Fachkraft bester Güte,
doch irgendwann missfiel´s dem Mob.
In böser Ahnung,was ihm blühte,
quittierte er den lauen Job.
Da rief er: Arbeit, süße Arbeit!
Scheiß drauf, ich schmeiß die Brocken hin!
Arbeit, süße Arbeit!
Verarschen ist bei mir nicht drin!
 Es kam genau wie zu erwarten,
zumal sein Weib erfolgreich war:
Er tobte frei durch Haus und Garten -
mal mit, mal ohne Kinderschar.
Da rief er: Arbeit, süße Arbeit!
Hier schufte ich für mich allein!
Arbeit, süße Arbeit!
Da kriegt so schnell mich keiner klein!
Nach kurzer Zeit, da bohrten Blicke
und bald auch Zweifel unsern Mann!
Das kam zuerst aus seiner Clique:
Die war davon kaum angetan:
Die riefen: Arbeit, süße Arbeit!
Sowas läßt Du sausen? What the fuck!??
Arbeit, süße Arbeit!
Du bist vielleicht ein blöder Sack!!
Und hintenrum die lieben Nachbarn,
die hatten stets nen Tip bereit-
ob seine Hecken nun zu flach warn
oder zu hoch oder zu breit.
Da rief er: Arbeit, süße Arbeit!
Blamier dich nicht und zeige keine Furcht!
Arbeit, süße Arbeit!
Da hilft Dir nix, da mußte durch!
Zu schlechter Letzt, da meckert Mutter,
sie kriegte man so schnell nicht tot.
Das war zuviel, das war die Butter
direkt bein Fisch: Da sah er rot!
Da rief er: Arbeit, süße Arbeit!
Laßt mich bitte wieder ins Büro!
Arbeit, süße Arbeit!
Ganz egal, mit wem und wo!

Das alte Lied

Was sind das nur für schlimme Sachen?
Es ist fürwahr nicht neu das Lied:
Dumpfdeutschland schickt sich ans Erwachen,
wenn auch noch ohne Reih und Glied.
In nationaler Führungsrolle erscheint die NPAFD.
Du fragst erschreckt, was das denn solle?
Verkriech dich nicht, schau hin und seh!
Wenn nur Gutwetterdemokraten
jahrzehntelang am Werke sind,
mag aus den Fugen wohl geraten,
was leicht gebaut, im rauhen Wind.
Die ehrenwerten Hinterleute
ficht solch ein Krisenloop nicht an.
Im Spiel mit der erregten Meute
gewinnen sie im Irgendwann.

 

 
In Trance

Kurz vorm Verlieren der Balance,
fiel Justitia in Trance.
So bewahrte Contenance
brachte sie um eine Chance -
sei es auch nur eine vage
loszulassen jene Waage,
deren Hilfe jede Frage
nach dem Sinn von jeder Klage
eigentlich bedürfen sollte.
Doch wer weiß, ob sie das wollte,
ob sie gar womöglich schmollte
und aus tiefstem Herzen grollte?
Schließlich sei sie unentbehrlich,
denn wer sei denn heut noch ehrlich?
Nein, das wär ihr nicht erklärlich
und zudem auch zu gefährlich
bei den vielen Selbstgerechten,
die in dunklen Bregenschächten
Wahrheiten von andern ächten
und dabei an sich nur dächten.
Mir hingegen wird just klar,
dass die Ansteckungsgefahr
so `ner Trance offenbar
größer als vermutet war.
Statt `ner neuen Formulierung
setze ich auf Neujustierung
und hoffe, dieser Wagemut
tut....
An Michel

Für mich kam dergleichen nie in Frage,
auch jetzt nicht auf meine alten Tage.
Doch eingedenk dessen, was ich so erlebe,
erfolgt nun ein Ratschlag, den ungern ich gebe:
Das Leben ist kein Honigschlecken,
und hat der Opa Dreck am Stecken,
dann sei´s ihm gnädig nachgesehen.
Man muss die Zeit damals verstehen.
Und glaub bloß nicht, du stündest drüber.
Die meisten sind doch eh hinüber,
drum lass gefälligst Tote ruhn,
und Opa tun, was opportun
im Nebel des Gedächtnisstaus:
Ich denke wohl, es zahlt sich aus!
Warum auch nicht? Was spricht dagegen?
Besinnung und Moral? Von wegen!!
Für´s Vergeben und Benehmen
brauchst du dich doch nicht zu schämen?
Außerdem steht in der Bibel:
Ehr die Ahnen, sonst wird´s übel
mit dir und deinen Erben enden.
Wozu noch teure Zeit verschwenden?
Drum runter mit dem Stinkefinger:
Der Dreck am Stecken wird leicht Dünger.
Dann hast du jetzt nichts unbedacht
in bester Absicht falsch gemacht.
Mesutözilierung

In Zeiten, in denen die Trends suggerieren
die eigenen Grenzen hinauszuloten,
wird völlig absurd ohne großes Genieren
ein ziemlich erbärmliches Schauspiel geboten:
Wer hofft, dass sein Beitrag erwähnenswert wäre,
verlegt sich auf´s Mesutözilieren
und schafft damit, der Überfremdungschimäre
um´s Schandmaul noch türkisch Senf zu schmieren.
Marktanalyse

Wer Waffen schmiedet, muss auch Kriege schüren.
Mehr Angst vor Unversehrheit macht die Pharmakunden scharf.
Der Markt erfordert solche Schurkereien:
Vor der Gewinnerhöhung steht nun mal gesteigerter Bedarf.
Mit Unversehrtheit locken auch die Kirchen,
auf mörderische Zeitgewinnung setzt die Fortbewegungsindustrie.
Des Raffers Schätze harren hoher Zinsen:
Die skrupellose Krämerseele berührt nicht laienlarmoyantes "Wie?"

Ora vel labora?

Du hast Langeweile und etwas Vermögen?
Dann lohnt sich für dich auch ein Minijob!
Doch in Geldnot fragt sich ein jeder hingegen
nach zwecklosem Rechnen im Sollbereich, ob
man ihn verarscht im prekären Geplänkel,
oder im Grunde er selber sich foppt.
Das geht ihm irgendwann bös auf den Senkel.
Einsichtig schwant ihm:"Du bist doch bekloppt!?"
Nicht anders ergeht es dir mit der Buhtick:
Wenn sie deinem Partner die Steuer erlässt,
dann ist das in Ordnung und irgendwie schick.
Doch tut sie das nicht, gibt es dir schnell den Rest.
Selbständig leben heißt selbst ständig zittern,
wenn Deflation das Geschäft defloriert.
Wenn Chef und Belegschaft gemeinsam verbittern,
dann mag keiner wissen, was sonst noch passiert.
Es gilt "Bet und arbeit!" in Klostermauern,
doch draußen wär´ "oder" statt "und" angebracht.
Wer vollzeit im Stress ist, dem fehlt zum Bedauern
die Zeit für erholsame Nebenandacht.
Wer meist mit sich selbst sich beschäftigen muss,
hat Zeit ohne Ende um Hilfe zu flehen,
Des einen Genuss ist des andern Verdruss:
Wann wird man sich endlich einander verstehen?


Popanzulismus

Postfaktisch hat, einstmals in Grüppchen zerstückelt,
durch Hirngespinste voll Tücke und List
die Menschheit sich zu einem Popanz entwickelt,
der Fakten verdrängt, weil das hinderlich ist.
Ist gepflegte Gesellschaft dir etwas wert,
dann verachte gewiss nicht die Macht der Mythen,
denn das Faktenerschnüffeln macht unerhört
sowohl Zweifler wie Hoffer zu Eremiten.
Von jenen, die treudoof an Märchen glauben,
wird nunmal ergrimmt, vertrumpt, verbibelt,
eh sie der Illusion sich berauben,
dir fraglos dein freches Tun verübelt.
Beharrst du trotzdem auf dem Schäfchendissen
im Drang als Versachlicher aufzumüpfen,
dann wirst du mit exclusivem Wissen
als Spinner verkannt in die Kiste hüpfen.
Vielleicht ist letztendlich das immer noch besser
als stumpf mit der Herde zum Schlachter zu trotten.
Im Abseits senkhäuptiger Wucherwuchsfresser
bewahrt es dein Schutzfell womöglich vor Motten.
Numerus sonstwas

Numerus clausus- o heilige Kuh,
einfach gestrickter Eignungsvergleicher!
Für hohe Werte braucht´s keinen IQ,
sondern nur Schmierfett und ausreichend Speicher.
Kommt dann was rein und auf Abruf heraus,
grad, wie es reinkommt und ohne Bedenken,
reicht das im Grunde schon allemal aus
dass fixe Prüfer die Daumen nicht senken.
And´rerseits, würde entgegen dem Trend gar
Geist und Charakter Beachtung gezollt,
wär man dann nicht mehr so leicht programmierbar.
Da sag mir keiner, das wär nicht gewollt.

Trumpelpfade wohin?


Politisch angesagt ist derzeit lobbyhörig rumzuhampeln,
oder bewusst auf jenen Werten rumzutrumpeln,
die überzeugten Demokraten heilig scheinen
und das Ergebnis demokratisch gar zu nennen.
Die Ohnmacht, kaum noch etwas tun zu können
hat Potential, all jene Menschenmassen zu vereinen,
die frustumnebelt von der Hand zum Mund nur denken.
Fatal wär, diesem Trend Beachtung nicht zu schenken
und asozial global sich weiterhin zu profilieren.
Die Welten sind mit Macht am Auseinanderdriften,
und das Bestreben, mit Versprechen Ruhe nur zu stiften
wird höchstwahrscheinlich zur finalen Grabesruhe führen.
Eins war schon immer so und ist auch heute gut zu wissen:
Wer mehr als nötig hat, der wird in Zukunft geben müssen,
denn ein Besitz bewahrt sich nur mit Wohlbedacht.
Wer aber meint, es würde reichen sich nur abzuschotten,
und dumm und selbstgefällig "die da unten" zu verspotten,
für den ist letztlich Schicht im goldnen Schacht.
Scheißegal

Im Nahen Osten gibt es Stress
mit den Ganoven vom IS.
Ich möchte die Vermutung wagen:
Bald hat hier der AS das Sagen-
alternativ zu dem, was da,
und stramm mit Nazi - Scharia.
Dann wird munter drauf getürkt-
alles nur besorgt verbürgt.
Ich frage mich: "Wohin mit denen,
die sich ob der Entwicklung schämen?“
Wo sollen die wohl Zuflucht suchen?
Für die EU gilt: "Pustekuchen".
Die Einsicht kommt daher banal:
Ob "I", ob "A" ist scheißegal.
Der Unspruch des Jahres 2015

"Wir schaffen das!": Ich mag es nicht mehr hören,
zumal es heißen muss "Ihr schafft das schon!"
Aus der Entfernung den Gemeinschaftssinn beschwören,
das kommt nicht gut und klingt wie blanker Hohn.
Trifft das nicht zu, dann ist es nur ein Zeichen
dass man nicht weiter weiß und demnach inhaltsleer.
So ist Verständigung nicht zu erreichen
und Überzeugung schon gleich gar nicht mehr.
Ist´s nicht ein Instrument von schwachen Diktatoren,
dann mindestens ein unbedachter Schritt.
Demokratiebewusste spitze Ohren
bekommen sowas leidvoll mit.
Es ist kein Grund um hängen sie zu lassen
und resigniert vom Auftrag sich zu trennen,
doch Grund genug um sich den Mut zu fassen
und das, was falsch läuft, ehrlich zu benennen
Defensivkünstler

Wir verteidigten uns gestern nur in Deutschland,
doch tun wir solches heute in der ganzen Welt.
Wir beschäftigen Verteidigungsminister -
verspricht etwa ein Titel, was er nicht mehr hält?
Das stimmt keineswegs, denn das, was er verteidigt,
sind nur die Interessen uns´rer Industrie-
stets dem Volk zum Wohl, denn er ist ja vereidigt.
Was and´res wär´ wohl ausgemachte Idiotie?
Wo die Frauen nunmal klüger sind als Männer.
ist klar, dass eine Frau besteht in diesem Amt.
Darum sollten wir getrost darauf vertrauen.
Wenn nicht, sind ohnehin zum Nörgeln wir verdammt.
Wer gefährdet schon mit sowas Arbeitsplätze,
besägt den Ast, auf den man ihn vergrundgesetzt?
Wer beschmutzt sein eig´nes Nest, wenn es auch müffelt?
Bist du´s etwa, der alles um sich rum vergrätzt?
NEUER RASSISMUS

Wohin du auch ausschaust,
das Ergebnis beweist:
Zum neuen Rassismus
wird der Geldkastengeist.
Zuoberst prangen die Donaldisten,
der Habenichts lungert im lästigen Loch.
Dazwischen zählt nur, es wohl zu haben-
bei manchen mit Recht, doch bei vielen nur noch.
Ein jeder bemüht sich, sich selber zu loben,
doch Angst bleibt präsent und Betroffenheit groß.
Es töten die Blicke nach unten wie oben,
und Frieden erscheint ziemlich schönaussichtslos.
..,Lehrer sein dagegen sehr.

Der Schulerfolg wird immer schwerer,
doch nur für engagierte Lehrer,
die Planerfüllen müssen sollen,
was Sesselpupser können wollen:
Inklusioillusionen nähren,
Probleme unter´n Teppich kehren,
geballte Emotion verstecken,
bei Daddelloosern Freude wecken,
Gewalt verwahren und vertuschen,
vor Parentelikoptern kuschen,
die Schüler vorbehaltlos lieben,
(Doch Vorsicht: Nicht zu übertrieben!)
Beim Einzelkampf im Frontbereich,
wird selbst der zäh´ste Lehrer weich.
Die einen seh´n keinen Sinn mehr drin
und schmeißen entnervt ihre Brocken hin.
Die andern, die weiterhin fähig sich fühlen,
beginnen, mit ihrer Gesundheit zu spielen
und mit einem forschen "Ich schaffe das schon!",
umschiffen sie schlaff ihre Früherpension.
Dann gibt es noch die, die beizeiten schon scheitern.
Für die gibts diverse Karriereleitern
aus der Tiefe der Alltagsschlachtenkessel
ins das Hochland der vollgepupsten Sessel
zur Quelle der Weisheit neuester Schlüsse.
Wozu also wirre Unmutergüsse?

Vor dem Ausgleich


Der Rechtsstaat gibt die Richtung an
in die die ganze Chose läuft:
Durch Schleppen - auch mit "ver" vorndran -
wird Geld in Massen angehäuft
von jenen, die nichts dabei finden,
den sichern Tod in Kauf zu nehmen
oder vergebens Zeit zu schinden
mit Tricks, die zwar in Rechtssystemen
wie unserm noch gestattet sind,
und alles in der Schwebe halten.
Justitia, von Natur aus blind,
kann sich nur an Gesetze halten,
die einen zwar vor Willkür schützen,
was sich an hohem Anspruch misst,
doch unsereins kaum etwas nützen,
wenn Recht woanders anders ist.
Auch wenn kaum einer das versteht:
Es wird sich fürder wenig ändern,
solange es uns "besser" geht
als in den "armen" Xweltändern.
Wer dennoch meinen Ungedanken
in groben Zügen folgen kann,
erkennt die selbstgewählten Schranken
nebst Fall im nahen Irgendwann.


Versprecher mit vollem Mund

Mit vollem Munde sollst du nicht sprechen-
vor allem nicht Wörter, die Zungen brechen.
In solcher Verfassung käme- o Graus! -
womöglich Verfaschungsschützer heraus.
Das wär´ ZwanzigAchtzehn im Freistaat wahrscheinlich
für dich über alle Maaßen peinlich.
Was denn noch?

Wohin soll noch führen, was um der Geschäfte
und Abgrenzung willen wir furchtsam erdulden?
Es darf hier nicht sein, dass gedungene Schergen
"befreundeter" Länder Entsetzen verbreiten.
Man könnte den finsteren Eindruck bekommen,
dass Erdogan Deutschland als etwas betrachtet,
was schaudernd dem ähnelt, wofür dereinst Hitler´s
verblendeter Geist das Sudetenland wähnte.

Dödeln verpflichtet


Manchen geht´s einfach nicht in den Schädel
im horizontbegrenzten Überschwang:
Gründlich gepimperte Mediendödel
verdödeln so nicht nur ein Leben lang.
Sie bleiben präsent auch noch im Koma,
im Jenseits, da winkt gar Unsterblichkeit.
Sie schweben durchs Off wie La Paloma-
nicht immer, doch eben von Zeit zu Zeit.
"Na gut,"heißt es,"sowas ereilt auch jene,
die lebtags sich drauf keine Hoffnung machen."
"Okay,"sag ich,"mich nerven Rumgestöhne
und halbgare Aufsehnvermeidungssachen."
Geldhamster

Geldhamster mögen´s begehrlich.
Sie raffen zusammen, was immer sie kriegen.
Sie sägen anZweigen, auf denen sie sitzen
und scheren sich nicht um das "dann",
Geldhamster werden entbehrlich,
wenn sie über Geld ohne Ende verfügen
und cool keine Kohleanzünder benützen
für Wärme, die einigen kann.
Geldhamster leben gefährlich,
wenn Hunger und Wut über Ohnmachten siegen
und Schießscharten in jede Bunkerwand ritzen,
nachdem alle Hoffnung zerrann.

Dummheit und Stolz...



"Uns ging es nie so gut wie jetzt
bekunden die, die noch was haben
und dazu mehr noch als genug.
Die Glitzerwelt voll Lug und Trug
verklärt so ihre Grabbeigaben.
Ich höre hin und bin entsetzt.

Was zählt,ist Leistung, Wachstum, Fleiß
für aktienkundige Ziffernstränge.
Wer Ganzegalwas produziert,
wird von der Politik hoffiert,
bar aller reproduktiver Zwänge.
Der Staat verfährt sich auf Verschleiß.

Ein brauner Flashmob verfärbt unser Land,
im Netz rasch besorgte Bürger lackieren,
vermengt durch Sozialfrust und Rassenhass.
Das scheint zwar zur Zeit noch besonders krass,
doch sollte sich solches erst etablieren,
stehen Sinn und Verstand bald vereint an der Wand.

Bedrohlich zeigt ein Blick zurück:
Nach circa achtundachtzig Jahren
erschafft sich hier ein Viertes Reich.
Wer meint, es hinke der Vergleich,
der möge sich den Traum bewahren
und hoffen auf sein Doofenglück.

Ideen des März

Soeben hat ein heftig abgestraftes GroKodil
die abgeschlaffte SPD mit Müh`geschluckt.
Infolge von gefühltem eher Ohn- als Machtkalkül
hat die Partei am Ende nur noch schwach gezuckt.
Die Frage ist: "Mit welcher Wahl bleib´ich im Reinen,
wenn Haselnuss und Venenfluss mir farblich widerstreben,
und mir die GRÜNEN längst schon nicht mehr grün erscheinen?
Womit kann ich noch ein paar späte Jährchen überleben?"
Die Lösung scheint im arg verblassten Spektrum aufzublinken,
ein leicht verkühnerter Gedanke übermächtigt mich jäh:
Dort, zwischen roter SPD und dunkelroten Linken,
wär´ Platz genug für ein Parteichen namens "AfsD"*

*"Alternative für soziale Demokratie"  

 
Gruselgedanken

Die Flüchtlinge sind nur der Funke
am offenen Pulverfass,
gefüllt mit enttäuschter Erwartung
und geiferndem Menschenhass.
Was lange Zeit mühsam verborgen
im dunkeldeutsch gärenden Schoß,
das braunt sich gefährlich zusammen
und stellt unsre Politik bloß.
Da hilft nur aktives Bekenntnis
dagegen - es gibt kein Zurück,
denn heute gehört ihnen Sachsen
und morgen die Republik.
Veganisierung des Lehrkörpers

Die Schulreform scheint ziemlich infernalisch:
Zur auch nur gut gemeinten Inklusion
verplant man sich die Zukunft digitalisch
mit heißer Luft vom Sesselpupserthron.

Die Lehrer an der Front sollen vertuschen,
was Schreibtischpädagogen ausgeheckt
und von Berufserfahrung kaum beleckt
verordnen - und ansonsten kuschen.

Der Lehrermangel kommt da nicht zum Tragen:
Die Wurschtelköche orientieren sich vegan
und fügen sich im blinden Lehrcomputerwahn
dem Wunsch der Lobby ohne Scheu und Klagen.
Klimarick

Bei "Friday for future!" erleb´ ich zur Zeit
Politikerbashing im Klimaschutzkleid.
Zur Demo wird Schulkind von weit her verfrachtet.
und Schulpflicht mit Duldung "von oben" missachtet.
Das riecht alles schwer nach PEGIDA LIGHT!

Eigentore

Soviele Dinge sind einfach nur Scheiße,
weil Politik immer wieder verhindert
was längst erwiesen vernünftigerweise
geboten wär´ und auch die Spätfolgen lindert.

Was garnicht geht, ist, wenn die AfD
Partei ergreift für irgendeinen Plan.
Egal, was es kostet an Renommee,
der wird rasch beerdigt im Naziwahn.

So lebt es sich mit selbstverficktem Knie
und Balken im Auge solang´es halt geht,
und trotz gutgemeinter Antipathie
ist irgendwann sowieso alles zu spät.

Mit Sturheit und Angriff wird niemals gestoppt,
was sich in fanatische Köpfe frisst.
Wann dämmert es, dass man nur selber sich foppt,
wenn Kontra das einzige Kampfmittel ist?

Gretamorphose


Beim Klimawandel wandelt sich
zur Zeit so etwas wie ein Klima
der Duldung, was natürlich prima
daherkommt- trotzdem zweifel ich.
Das kollektive Schuleschwänzen
von zweifelhaftem Eigennutz
für futurellen Klimaschutz
kennt heute scheinbar keine Grenzen.
Die flashvermobbten Wenigraffer
bereiten frei von Selbstkritik
durch Bashing an der Politik
den Augenschmaus für Glotzengaffer.
Der Aktionismus steckt voll Tücken:
Was gar Frau Kanzler ungeniert
mit opportuner Hast hoffiert,
zeugt bestenfalls von Bildungslücken.
Das Zauberwörtchen heißt nunmal Verzicht,
doch auf Konsum und nicht auf Unterricht.
Die Politik ist darauf sicher nicht erpicht,
denn seine Finanzierer nervt man nicht.
Dafür müssten die, die sich gehen lassen
und medial aufgeputscht streiken wollen,
statt wichtigen Fakten Beachtung zu zollen,
sich schon an die eigene Nase fassen.
Wer sollte sich aber zu sowas bequemen,
wenn es Riecher und Armen an Länge fehlt,
und Juckreiz nicht wirklich den Kolben quält?
Kurzum, das ist nicht ernst zu nehmen!

 

Modern Jobs

Ein Lehrberuf? Wer braucht den schon?
Ein Checker sieht das logger
und feilt an einer Profession
als Gamer oder Blogger.
Spielt für das Goldkind von Frau Holle
dem sowas zuviel Sofa ist,
das Geld hingegen keine Rolle,
dann sträubt es sich als Aktivist
mal für, mal gegen dies und das.
(vergleichbar mit den Sandwichwo*men)
Hauptsach´, die andern ändern was.
(Das wird man doch noch schreiben können!?)

Mediale Entpuppung

Immer gab es schon Gemotze
über die verdammte Glotze.
Doch ist Verschärfung angesagt,
weil´s langsam an den Nerven nagt,
denn die Volksverdummungswaffe,
die entpuppt sich längst als Gaffe.
Was früher meist privat vermittelt,
wurde noch hohnbesenft bekrittelt,
doch jetzt vermüllen Trashanleihen
bereits die ersten beiden Reihen.
Vor die andere Tür gekehrt

Wie löblich es auch ist,
das Land von Unrat gründlich zu befreien,
für ein Erscheinungsbild,
das klar von Anspruch wie von gutem Willen zeugt,
so schändlich ist es doch,
in weite Ferne diesen zu verfrachten,
wo er sich auftürmt und erst recht zum Himmel stinkt.

Ein Trost


Es ist mir selbst fast peinlich,
und manchem scheint es Dummgelaber,
doch hab inzwischen ich gerafft,
was wirklich Sache ist weltweit,
womit ich mich ganz leidlich tröste:

Es wird ihm selbst wahrscheinlich
garnicht mal bewusst sein, aber
im Hinblick auf die Weltwirtschaft
ist just der Donald Trump zur Zeit
beim Klimaschutz der Allergrößte.

Freitagsgedicht for future


Die meisten Menschen mag das nicht berühren.
Als Habenichts haben sie nichts zu verlieren,
doch Wohlstandskids, die haben´s eilig:
Die Zukunft scheint auf einmal heilig.

"Must have!", "Must be!!", "Must go!!", "Must do!!"
sind zwar für´n Klimaschutz tabu,
doch hört die Jugend auf die Alten,
die von Verzicht nur wenig halten
und meinen, dass Erfindergeist
die Nachwelt aus der Scheiße reißt,
und ohne Scham, anstatt zu zittern,
tolle Geschäfte damit wittern.

Noch jeder segensreiche Einfall
entpuppt sich irgendwann als Reinfall
ob menschenfeindlicher Nebeneffekte,
die man wohlweislich erst später entdeckte,
und Hirnen, von Gier und Verblendung getrübt,
mit denen man skrupellos Mißbrauch verübt.

Was cool ist und erhaltungswert,
hat großen Unterhaltungswert.
Drum spielt man mit angstvollen Kinderträumen,
anstatt mit den Trugbildern aufzuräumen.

Wird noch so beleidigt, beschworen, bekrittelt:
Am Wirtschaftswachstum wird nicht gerüttelt.
Zu schlechter Letzt noch eins erwähn ich:
Dem Fischer siner Fru gings ähnlich!








Fly and pay night and day!

Fly and pay
Just in return
For the climate protection which causes concern
It´s no ecological taboo!
As green politicans we need it too:
N
ight and day
Fly and pay!

Fly and pay
This is the one
Way to reach green events in time and with fun.
Whether near to us or far
It´s no matter, grumbler, where they are.
Pay and fly-
Fly and pay!

Fly and pay!
Why is it so
That this greenbashing hurts us wherever we go
In the roarin' traffic's boom
In the silence of blank looking gloom?
Don´t bitch about
Fly and pay

Musik: "Night and day" (Cole Porter)
Text angelehnt an den Text von Frank Sinatra

 

Schulfreitag

Schulfreitags bricht man eine Lanze,
begeistert machen Schüler blau.
Wofür? Wer weiß das so genau
im Klimarettungseiertanze?
Unversöhnlich wird der Ton,
lauthals wird die Zeit vergeuded,
denn der Klimaschutz bedeutet
möglichst rasche Rezession!
Das hieße wiederum mitnichten,
verzogen im Schlaraffenland
auf dies und das und allerhand
gewohntes Treiben zu verzichten.
Wer schon dabei ist, steht daneben
und fragt sich, was das wirklich soll.
Die Möchtegerne finden toll,
wie sie auf Wolke Greta schweben.


Postwachstumsökonomie

Fridaysforfuture- Partys feiern
und auf die Gretamorphose schwören
scheint hyperaktiv das Gebot der Stunde.
Mit Ängsten und Schlechtachten rumzueiern
und dabei das Wachstum nicht zu erschweren
bemehrfleißigt sich die Politikerrunde.

Den Wirtschafts- und Wahlerfolgsvertretern-
und sei´s auch nur etwas - Vertrauen zu schenken
hat bisher den Ökohl nicht fett gemacht.
Der Tipp unter Heilerfolgsverrätern:
Postwachstumsökonomisch Denken
ist fortan gefordert und angebracht!

Damit pflegt man mit Nachdruck und nicht erst seit eben
in Auslesezirkeln den Geist auszurichten-
fast konspirativ, doch mit "punkt de eh".
Wenn ein rücksichtsbefreites Bergaufstreben
verzichtet auf vorsichtsbedingtes Verzichten,
dann geht es bergab so wie eh und je!
Leicht gesagt

Zweitausendgreta steht viel auf der Kippe.
Die Klimaschützer wie die - leugner sind gereizt.
Da wird mit Hass und anonym riskierter Lippe
auch das soziale Wohlfühlklima aufgeheizt.

Zwei Sätze prägen hart die Lage,
in der sich wieder teilt die Republik.
Sie waren beide eine Kampfansage
und liegen ein paar Jahre schon zurück.

Herbert und Angela, sie postulierten -
im Nachhinein wohl etwas unbedacht,
weil nix als Streit sie letztlich damit schürten:
"Wir schaffen das!" und "Kinder an die Macht!".

Die Worte, gut gemeint und propagiert gefallen,
bewirken keinesfalls, was sie gesollt,
wenn dadurch Gegensätze aufeinander prallen,
dem "Immer so!" und "Weiter so!" gezollt.

 

Grafitti

Johnson, Trump und Bolsonaro
mischen die Gemeinschaft auf
derer, die im Aberglauben
an Demokratie zuhauf
bang in Agonie verharren.

Überall sind Populisten
ungeniert auf Rattenfang.
Demokraten, heilsverblendet
folgend einem dumpfen Drang,
wählen sich zu Untertanen.

Allzulang schon währt der Frieden
dort, wo Geld noch Fakten schafft.
Doch wenn zwischen luck und loosing
groß genug der Abgrund klafft,
ist es aus mit Tolerieren.

Lange kann es nicht mehr währen.
Während es im Volke gärt,
sind für dessen Volksvertreter,
klimablind in sich gekehrt
Menetekel nur Grafitti.


 Zu den Illustrierten Gedichten

zurück zur Satireküche

Hier gehts zurück nach