Zur Datenschutzerklärung

Christiane ´s Bilder und Gedanken

Teil 6:

Augustes Tageverse

Auguste erstes Abendgedicht

Der Tag neigt sich dem Abend zu,
ich setz mich still in diese Ruh.
Auguste ists derweil zufrieden,
hat sie doch Pflaum vom Kern geschieden.
Als erstes wohl vom Baum gepflücket,
oftmals sich auch noch tief gebücket.
Doch stört das ihren Rücken kaum,
der wirkt noch aufrecht wie ein Baum.
Aus blauen Früchten kocht ein Mus,
lockt an im Glas,ganz ohne Schmus.
Gewürz -bekanntes und geheimes-
erschließt sich nicht im Sinn des Reimes.
So wächst der Vorrat aus der Sonne ,
erschafft im Winter höchste Wonne.
Zufrieden wird die Aug sie schließen
und noch vergnügt im Traum genießen.
August der Zweite

Der zweite Tag in dem August,
begann mit etwas Morgenfrust!
Der Himmel östlich war noch dunkel,
die Katz im Haus hört-wenn- auf „Kunkel“
Sie neckte früh mit viel Geschnurre
den Nachbarshund, damit er knurre.
Dem reichts so nicht, er kann ja bellen,
was lauter ist als anzuschellen.
So riss er alle aus dem Schlaf,
bis auf ein Kind, dies schlief ganz brav.
Der Hund ward Amor einst genannt,
sein Naturell wurd nicht erkannt.
Denn mit Amore hat ers nicht,
er ist ein Einzelgänger... schlicht.
So mag er nur ihr Katzenschnurren,
folgt selbst aufs Dach ihr ohne Murren.
Die Menschen sind jetzt erst mal sauer,
weil dieser Hund sie nervt auf Dauer.
3.August

Heut sprüht mein Körper voller Kraft,
will jede Faser sich entfalten
selbst müder Muskel wirkt gestrafft ,
kann sich sein Ideal erhalten
doch dies gilt nur im Augenblick,
den werd ich celebrieren
und freu mich so an diesem Schick,
werd nicht das Mindeste kaschieren.

     
4.August

Heut ist`s in mir ganz klar und stille.
Kein Wort reizt mein Gestaltungswille.
Nur ein Atmen...Aus...und...Ein,
erfüllt mein Innerstes mit Sein,
und mit der eingeführten Luft
sink ich hinein...... kein Außen ruft,
zieht meinen Sinn in solchen Bann,
dem ich mich nicht entziehen kann.
So gleit ich in den inn`ren Raum
und bin doch wach und nicht im Traum.

5.August

Heinrich August heißt der Fünfte,
ist ein Meister seiner Zünfte.
Wirkt patent und recht zufrieden,
hat noch nie etwas vermieden.
Was umöglich,gar undenkbar,
er hält inne ...machts prompt lenkbar.
Findet sich im eignen Schaffen,
während andre staunend gaffen.
Und so wird freudig hinkreiert,
womit so mancher sich dann ziert.
6. August

Emma Auguste rief man sie, die sechste.
Es war noch Tag, als sie verhexte
wahrlich ein Bild von einem Manne.
Der merkt es nicht, ER schaut auf Anne.
Verlangend und betörend schön
formt sie die Haarpracht mit dem Fön.
Sein Aug ist blind, sein Herz klopft hart:
Ohhh, Anne..... ist ja höchst apart !!!!
So kommt es, wie es kommen muss:
Auguste zieht für sich den Schluss,
dass sie am Tag nicht zaubern muss.
     
7.August

Heut ist ein Tag der Lust und Wonne,
wenn auch nicht grad mit Sommersonne.
Es ist ein Tag der Unterbrechung,
die dem Kalender trägt hier Rechnung.
Auch wenn MEIN Alltag nicht alltäglich,
ich kenns auch anders: Es war unsäglich.
Und nicht nur ich, das ist fatal,
denn so wird Broterwerb zur Qual.
Machst Du Gewinn, als Teil vom Ganzen,
füllt doch ein Andrer sich den Ranzen.
Nun ist das nicht einmal das Ärgste.
Du fühlst Dich sinnvoll,dies bemerksté.
Ach Sonntag Du, Du Spezialist!
Ich ordne, was zu ordnen ist,
und zieh die unnützen Gedanken
tief in mein Herz, das ohne Schranken
will daraus Neues wohl gestalten.
Das will ich wirklich auch erhalten!
8.August

Ein Tag voll Muße ist vorbei,
mich drängts zu schreiben „überstanden“,
zum Frühstück weder Wurst noch Ei,
Kaffee und Kuchen warn vorhanden,
der Himmel war nur selten heiter,
die Wolken tief und dunkelst grau,
das Dichten wird so nicht gescheiter,
die Stimmung war mitunter mau.
Nun wird der Abend angeläutet,
das Sofa lacht mich freundlichst an.
Was das für den PC bedeutet ......ist klar,
denn jetzt ist Kuscheln dran.
So zünd ich drei der Kerzen an
und lass erstrahln ihr schönes Licht,
rück dicht dabei an Dich heran,
so wird’s doch noch gemütlich -nicht?!

9.August

Nun ist´s der Neunte von Auguste.
Sie sieht nun klar, was sie stets wußte.
Im Leben wird nicht oft erreicht,
was einst den eigenen Träumen gleicht.
Doch sinnt sie voller Zuversicht,
und integriert, was viel verspricht.
Sie dreht und wendet, formt zurecht,
und wird sich somit selbst gerecht.
Denn sie ist emsig im Erschaffen,
das ist die stärkste ihrer Waffen.
Sie presst aus allem einen Sinn,
und startet neu, setzt auf Beginn.
Den Ballast läßt sie leichthin los.
Der hält nur auf, ist viel zu groß.
Der Müdigkeit schlägt sie ein Schnäppchen,
nimmt sich die Auszeit stets in Häppchen
So kann sie meistens vorwärts denken,
und sich durch Hoffnung selber lenken.
     
10. August

Ich sitze stumm seit Stunden rum,
kau meinen grünen Bleistift krumm
ich such nach Wörtern,Sinn und Reimen
laß manchen blöden Spruch verkeimen
doch steckt nichts an, gar sprüht es Funken
des Kobolds Witz bleibt heut versunken.

11 August

Und wieder fängt die Woche an.
Ich geb zum Besten, was ich kann.
Fühl mich erneut herausgelockt,
kämpf frei mit Worten, wenn eins bockt.
Doch wenn es klappt, dann bin ich froh,
könnt schier mich kringeln.... sowieso !
Denn lachend fühl ich mich so gut,
als wär mehr Sauerstoff im Blut. .

12. August

Ich schließ die Augen gedreht ins Licht,
denn Sonne wärmt mein Angesicht.
Die Wolken gaukeln leicht bewegt,
am Himmel, der sie luftig trägt.
Das ist ein lichter, heller Tag,
an dem ich nicht viel denken mag.

Aphorismen

Grundsätzlich ist alles richtig falsch.


Wenn Worte versagen, trifft Musik direkt in das Innerste eines Menschen....
Radikalität im Denken und Handeln dient zuerst der Selbstverherrlichung und ist Teil eines Ego-Trips.
Wer seine Schatten akzeptiert, seine Trauer offen benennt, sucht sich keine Zuflucht in Wut und Aggression
Das Wesen eines Menschen erkennt man nicht durch seine Fehler oder Schwächen, sondern in der Art und Weise wie er damit umzugehen versteht.
Die Idee von Freizeit ist ausschließlich angenehm, bis sie nicht betätigungs- oder kontaktlos erlebt wird....
Das einzig Sichere ist immer wieder neue Unsicherheit.
Zwischen Wünschen und Wahrheit liegt mitunter ein unüberwindlicher Abgrund.
Mit aller Kraft etwas tun kann auch bedeuten, vollkommen still zu sein.....
Ein Problem ist niemals durch das gleiche Denken zu lösen durch welches es verursacht wurde....
 Etwas was Menschen trennt, kann dauerhaft sehr verbindend sein...
Merwürdig, ja komisch-tragisch wirkt es , wenn Menschen ihre persönliche Unzufriedenheit plötzlich als politisches Problem wahrnehmen.
Die Besonderheit des Einfachen wird erst aus der Warte des Komplexen verständlich.
Alles, was sich berührt, erzeugt Energie, und es ist eine ganz individuelle Entscheidung, ob sie dem Wachstum oder der Zerstörung dient.
Wer ständig maximieren muss, wird niemals einfach leben....

Je klarer die Ausrichtung auf Befreiung ist, desto deutlicher zeigt sich das innere Gefängnis...

Bewusstsein ist lebendige Präsenz und somit viel mehr als nur Denken, Wissen, Fühlen oder Intuition

Wenn der menschliche Geist Komplexität wirklich erfassen will, kann er sich nicht gleichzeitig auf eine monarchische Spitze reduzieren.

Wer freiwillig mit dem Schuhlöffel die eingebrockte Suppe auslöffelt, sollte dabei darauf achten, dass klotzen hier kleckern bedeutet.

Wer kein Auge für Steine hat, dem erschließt sich selten, warum er sich plötzlich und unvermittelt auf dem Holzweg befindet

Wer schon vor dem Weckerklingeln aus dem Bett hüpft, mag noch lange keine Würmer, selbst wenn er sich mit fremden Federn schmückt.

Wer mit einem blauen Auge davon gekommen ist, kann auch mit grüner Iris sehr schön blauäugig wirken.

Wer Sturm sät, sollte sich nicht über die verhagelte Petersilie im eigenen Garten wundern!

Wer einen Schalk im Nacken trägt und ihn nicht zu Wort kommen läßt, sollte damit rechnen, dass es Schläge gibt.

Wer an Mangel glaubt, hat nichts zu verschwenden
.
Wer nicht ständig seinen Senf verteilt, muss noch lange keinen Honig bevormunden.

Wer den Kopf stets oben behält, ist noch lange nicht vor Sand in Augen, Nase und Ohren gefeit.
Wer gern schnell und locker aus der Hüfte um sich schießt, sollte mit Messervirtuosen im Hinterhalt rechnen .

Wer sich freiwillig ausbooten läßt, kann trotz stürmischer Untiefen festen Boden und trockene Füßen behalten.

Wer dich in den Bann zieht, muss dich nicht zwangsläufig fesseln.

Wer in der Banalität nicht die Weisheit entdeckt, dem kann sich der grandiose Humor nicht erschließen.

Wer die Nase voll hat, kann ja die Tür streichen.

Wer seine eigenen Streiche lebt, erfindet sich selbst

Wer seine Einfalt verleugnet, muss stets an seinem Ego pinseln.
Wer A sagt, kann bei B sprachlos sein.
Wer sich veräppeln läßt, kann sich ganz schön verkohlt vorkommen

Wer übers Ziel hinaus schießt, kann sich im Kraut wiederfinden

Wer vergessen kann, was er gelesen hat, kann selbst frei schreiben

Wer es versteht seine Reden zu versilbern, kann sein Schweigen auchvergolden.

Hinter sanften Lippen kann sich eine scharfe Zunge verbergen

Es gibt zwielichtige Gestalten, die sich gern als Licht entfalten
Wer mit seinem Schatten befreundet ist, fühlt sich in seinen lichten Momenten zu Hause
Wer gelassen bleiben kann, braucht weder einen Schuldigen, noch hat er was zu bereuen.
Eine Zecke heiligt noch lange keine Zange.
In der Ruhe liegt die Kraft, im Reaktionsvermögen entfaltet sich ihr Potenzial
Wer tagsüber Gründe zur Freude findet, nimmt nicht nur den Abend, wie er gerade ist.
Wer den Abend loben will, sollte tagsüber seine Leber nicht den Läusen überlassen.
Wer aus purer Not eine Tugend fabriziert, sollte sich gleich mit dem Wächter verabreden
Wer zu lange ansteht, kann die Lust verlieren. Wer zu lange aufschiebt was ansteht, kann sich lebendig begraben fühlen.
Wer vor lauter Anstand nicht in die Gänge kommt, verpaßt jede Menge Zustände, und das führt direkt zu den umständlichsten Umständen.
Wenn der Geist durch seine Blitze geblendet ist, kann er keine Klarsicht mehr verbreiten
Man muss schon ganz genau wissen, was einem fehlt, bevor man seinen Mangel selbst erkennt
Wenn Liebe rostet, spielt das Alter keine Rolle
Wenn selbst alte Liebe nicht rostet, weiß immer einer mit Glutfunken umzugehen, wenn Strecken ohne Komfortzonen zu durchwandern sind.
Die Worte, die aus dem Herzen kommen und sich an andere Herzen wenden, schenken dem Verstand eine
großartige Bühne zur Darstellung seiner ganzen Kraft und Blöße !
Gestern entstand die Idee, die heute in die Tat umgesetzt wird, damit morgen den neuen Erfahrungen und Empfindungen Ausdruck verliehen werden kann.
Wer seine Einfalt verleugnet, muss stets an seinem Ego pinseln.
Ich liebe meine Fehler, also bin ich....
Humor hat, wer trotz Trotz noch lacht.
NICHTS ist wie es scheint, aber VIELES wird, weil wir es DENKEN
Widerstandslosigkeit ist der Schlüssel zur bedeutendsten Kraft im Universum
Willst Du pragmatisch handeln, mußt Du nicht nur Erlebnisse verarbeiten, sondern auch ganz bewußt DEINE eigenen Vorstellungen darüber wahrnehmen....
Auch wenn die einzelne Schwalbe noch lange keinen Sommer macht, so kann doch eine einfache, herzliche Geste eine erstarrte Welt ins Wanken bringen........
Worte fliegen so leicht wie Schmetterlinge von den Lippen, doch für Taten braucht es so viel mehr als nur den Wind
Wer einen Raum öffnen will, sollte ihn nicht selbst vollständig ausfüllen
Wenn sich Deine dunkle Seite zeigt, wirkt es befreiender ganz gezielt hinzuschauen, statt auf den Spiegel einzuschlagen...
Ein Grenzstein dient der Orientierung und nicht als Einladung, sich daran abzuarbeiten
Willst Du vertrauen, sei bereit Dich unsicher zu fühlen....
Lebendigkeit bedeutet wagen, nicht wissen....
Wenn ich lausche, bin ich, wenn ich höre, denke ich....
Worte bleiben nur Worte, wenn Du sie nur als einfache Worte wahrnehmen kannst. Wenn die Worte aber auf eine noch unbewußte, echte Erfahrung in Dir treffen, wird
Dein ganzes Wesen plötzlich vollkommen durchlichtet...
Ein ideologisch völlig erfüllter Mensch hört weder auf die Stimme der Vernunft noch der Gnade.
Verständnis und Verständigung haben dieselbe Mutter, Engstirnigkeit und Selbstbeschädigung denselben Vater...
Auch dem größten Egozentriker gelingt es nicht, sein schlechtes Benehmen als persönlichen Stil zu verkaufen.
Wem das Wort Danke im Wortschatz fehlt, der fühlt sich stets im Recht.
Wem die Taube auf die Hand fliegt, der kann die Spatzen auf dem Dach doch singen lassen
Das Sterben und der Tod ist nichts anderes als ein Prozess, der einfach nur die verschiedenen Varianten aus den unendlich vielen Funktionen im SEIN darstellt.
Es ist klüger, immer wieder neue Fragen zu stellen, als auf alte Antworten zu bauen
Wenn Du Dir Deines Bewußtseins wirklich bewußt wirst, erkennst Du den Irrtum aller Vorstellungen über Dich selbst und allen anderen...
Wer herausfindet was trägt, wenn scheinbar nichts mehr trägt, überwindet Grenzen.
Wahrhaftigkeit durchdringt Wirklichkeit in jedem Moment.
Ich kann alles sein, was ich erlerne, perfektioniere, repräsentiere und dennoch bin ich nichts von alledem...

 

mehr demnächst.....

zurück