Zur Datenschutzerklärung  

Autocogitata

Wer selber denkt
gehört gehenkt,
gehört zumindest nicht gehört,
weil das doch nur den Frieden stört!
Solch unbedachte Störenfrieder,
die gibt es leider immer wieder!
Doch wer dem Denkvorgang entsagt,
bleibt unverfolgt auch hochbetagt.

Autocogitans

Runzeln, Furchen, Ecken, Kanten
prägen Autocogitanten.
Glatt und rund hingegen bleiben
jene, die sich nicht vertreiben
ihre Zeit mit derlei Possen,
die hingegen unverdrossen
dies den Pferden überlassen
und sie höchstens dafür hassen,
wenn das Resultat verdrießlich.
Wofür hat man sich denn schließlich
kontenant zurückgehalten?
Dräuende Gedankenfalten
werden im Ernstfall weggeduckt
oder mit Esotox verfugt.
So lebt denn, wer sich dran erfreut,
pferdacht in alle Ewigkeit!

Cogito, ergo sum

Ich bin, weil ich denke.

Ich denke, weil ich bin.
Die Sache mit dem Denken,
die krieg ich locker hin.
Ich denke zwar nicht gerne vor,
doch ohne Zweifel nach.
Ich denk auch mit und denke an -
und oft an Ungemach.
Hab ich auch manchmal den Verdacht,
gedankenlos zu sein,
dann denk ich irgendwas mir aus,
mich irgendwo hinein.
Mit Denken hab ich voll zu tun.
Mit Tun? Ich denke NEIN.
Wozu auch? Dafür gibt es den
Wohltätigkeitsverein.
Wischen oder küssen

Man ist stets falsch qualifiziert,
ob un-, aus- oder fortgebildet,
und fragt alsbald sich irritiert,
ob man gar Schändliches im Schild hätt´,
wenn man nach einer Arbeit trachtet,
von der - nicht heut´, doch irgendwann
und nicht nach irgendwo verfrachtet-
man halbwegs klaglos leben kann.
Ob mit getürktem Mindestlohn,
ob schwarz prekär oder befristet,
egal, wen kümmert sowas schon,
solang er selbst nicht ausgemistet
sich überhaupt ´nes Jobs "erfreut".
Ein Typ, der sich daran nicht kratzt,
und keine krummen Sachen scheut,
wird konsequent verarbeitsplatzt.
Die Wahl scheint zweifellos beschissen
in Anbetracht der meisten Angebote:
Da heißt es "Wischen" oder "Küssen"
zum Wohl der Arbeitslosenquote.
Wer Phari sät, wird irgendetwas ernten

Zur Hölle mit den Schwarzarbeitern,
die es partout nicht lassen wollen,
um Haus und Kinder selber sich zu kümmern.
Wie wär´s mit Horizont erweitern,
anstatt den Fortschritt zu vertrollen
und stumpf das Rentendrama zu verschlimmern?
"Klaglos prekär für andre knechten,
mag´s auch im Endeffekt nicht lohnen!"
verlangen die 1A-Sozialsysteme.
Die frech das Gegenteil verfechten,
die sollen doch woanders drohnen!
(....als hätten wir nicht schon genug Probleme!?)

In mir weckt so etwas stets Mulmgefühle.
Schlau klingt das nicht. Das ist wohl eher
der Schnack moderner Pharisäer,
doch leider gibt es just davon zu viele.
Heilsame Blindheit

Groß ist der Ärger der Umweltretter,
die sich umsonst für Erhaltung engagieren.
Grün ist die Farbe der Feigenblätter,
die sich im Schoß der Vernichter präsentieren.
Da wär´ die Vertiefung der Elbe zu nennen,
für Prophylaktiker nicht diskutabel,
denn schließlich erinnert hier hybrisches Pennen
fraglos fatal an den Turmbau zu Babel.
Den Irrsinn zu stoppen bleibt höchstes Gebot.
Wer könnte da wohl einen Ausweg finden?
Die einen sehn schwarz, die anderen rot.
Ich hoffe nur noch auf die Farbenblinden.
Politisch korrekt?

Auch im Jahre Zwanzigfünfzehn,
wie´s so schön auf Neudeutsch lautet,
wird akribisch - wenn auch pseudo -
deutscher Wortschatz durchgekrautet.
"Gutmensch" als des Jahres Unwort
hat dabei längst ausgedient.
"Bessermensch" heißt die Devise,
die im Medienwald ergrünt.
All die Möchtegernkorrekten,
die es auch nicht besser können,
wenn sie selbst entscheiden müssten,
dürften sich darin erkennen.
Ist das alles noch zu wenig,
kennt das Ego keine Grenzen,
können wenigstens die Frauen
als Soroptimistin glänzen.
Kulturbetrachtung

Kultur ist´s, deren steter Zugewinn
Natur in einem Maße stark verändert,
das uns als Menschheit, wie wir jetzt uns sehen,
einst vor die Wahl stellt abzudanken,
es sei denn, wir verblinden und erstreben
uns selber eine Zukunft als Kulturobjekt.

Was das für uns im Endeffekt bedeutet,
das wage lieber ich nicht auszudenken.
Wir schaffen uns bereits enorm abnorme Normen,
gestylt durch Man- und/oder Mensipulationen
in einem Ausmaß, das gewiss nicht nur Sensible,
sondern auch Stöbernde schier schaudern lässt.

Jedoch Natur ist es in meinen seltsam alterswachen Augen
die schafft, Kulturverlangen für sich clever einzusetzen,
um einen Ausgleich nach und nach herbeizuführen.
Was überragt, zerfällt in sich - es babelt allenthalben.
Die, die naturverbunden die Gedanken wandern lassen,
verwundert somit nicht, wenn sich Kultur in sich verzehrt.

Geistloses Gemurmel


Die "Wege der Weisheit" sind wunderbar
geeignet fürs geistvolle Seminar.
Wer hat heut noch Muße zur Selbstbesinnung,
wenn für sich selbst selbst die Kopfwerksinnung
an den Vorzug des Daseins im Dämmerlicht glaubt,
und die Arbeit für andre die Zeit dafür raubt?
"Erkenne dich selbst!" ohne Nebengeräusche
bedarf Überwindung‌ statt Beifallsgeheische.
Da wird lieber mit dem, was der Eckhardt gemeistert,
manch vermeintliches Löchlein im Hirn zugekleistert.
Auch Sprüche von Goethe und Hesse und Luther
ergeben ein prima Studentenfutter,
wozu sich auch Nitzsche und Rilke eignen.
Im Ernst: Welch Kretin würde so etwas leugnen?
Wenn all das nichts hilft, lockt gewisslich der Gandhi
die säumenden Selbstsucher scharenweis´ an die
dem Zeitgeist entstammenden Pseudoofferten
zum Upgrade von mangelnden inneren Werten.
Wer mag da zur Abzockkritik sich erdreisten?
Geld spielt keine Rolle, man will es sich leisten
und zehrt fürderhin - ganz vorzüglich beraten -
vom erweiterten Spruchschatz an schlauen Zitaten.
"Erkenne dich selbst!", wird dann gerne bekräftigt.
Man weiß zwar, wie´s ginge, doch, weil zu beschäftigt,
verkommen im üblichen Bildungskalkül
die Wege zur Weisheit zum Groundhogday-Ziel.

Schlimme Zeiten?

Du meinst, die Zeiten würden schlimmer
oder die Menschen - wie auch immer!
Die Menschen sind - wie ich es seh-
genauso schlimm wie eh und je.
Egal, was du am Glauben bist:
Der Zeit ist ́s wurscht, wie schlimm sie ist.

Fatal

Für den Wohlstand verbürgen sich viele Faktoren,
doch stimmt die Entwicklung schon arg fatal:
Eben die, die von gnädigstem Schicksal erkoren,
die wähnen sich selbst meist im Looserkral.
Harakirational wird das Wachstum beschworen,
im Börsensumpf blubbert das Kapital.
Ohne Not gehn Verstand und Ressourcen verloren -
am Eigennutz scheitert die Jagd nach dem Gral.
Gruselgedanken

Die Flüchtlinge sind nur der Funke
am offenen Pulverfass,
gefüllt mit enttäuschter Erwartung
und geiferndem Menschenhass.
Was lange Zeit mühsam verborgen
im dunkeldeutsch gärenden Schoß,
das braunt sich gefährlich zusammen
und stellt unsre Politik bloß.
Da hilft nur aktives Bekenntnis
dagegen - es gibt kein Zurück,
denn heute gehört ihnen Sachsen
und morgen die Republik!
Auf und nieder

Es reicht nicht zu haben, man muss es auch zeigen!
Drum wächst Konkurrenz und Erwartung zugleich
und macht sich den ewigen Kreislauf zu eigen:
Reich nimmt sich von Arm, Arm nimmt sich von Reich!
Den Reichtum erreichst du auf armer Leut` Kosten-
je größer er ist, desto mehr wird gerafft.
Doch irgendwann stellen sie dich an den Pfosten,
es sei denn, du hast dich selbst abgeschafft.
Wenn alle dann gleich sind, geschieht es aufs Neue:
Auf einmal sind einige gleicher als gleich-
Als Folge natürlicher Dummenschläue
wird einer zum Sklaven, der andre zum Scheich.

Normgeschmack


Am Normgeschmack der Zeit erfährt sich Wohlgefallen,
wohlausgefügt in zweifelsvollem Warten
auf Resonanz in stillerhofft gewogner Art,
die anerzognem Ego Rechnung trägt.

Der Normgeschmack beraubt den Ton der Höhen und der Tiefen,
midtemporiert erklingt das kommerziell geplante Werk.
Ist´s dir egal, wirst du zu laut oder zu leise
und unbekümmert bläst du in die Imposaune.

Der Normgeschmack beraubt der ungewohnten Würze
das Mahl, das du erwartungsvoll kredenzt
dem Gönner, dessen Ansicht dir sehr wohl bekannt,
auf dessen Lob du notgedrungen setzt.

Der Normgeschmack beraubt die Bilder greller Farben,
gibt sich kontrastlos eher mit erweichten Übergängen,
kommt bunt daher zuweilen und auch wieder nicht,
im Auf und Ab der Achterbahn der Regenbogen.

Der Normgeschmack erträgt nur leichte Wohlgerüche,
wenn´s einem stinkt, ist´schädlich fürs Geschäft.
Gerümpfte Nasen produzieren jene unerwünschten Schlitze,
die arg das Feld des Adressatenaugenblicks entweiten.

Der Normgeschmack verzichtet auf verstörende Konturen,
er wahrt die Form, die grade angesagt vor Ort,
doch ändert er sich, wird es ruckzuck problematisch
und Wohlgefallen schnell zu angsterfülltem Gegenteil .
Deschafüh

Das darf doch nicht wahr sein!? Es ist kaum zu fassen,
wie viele sich durch den Kakao ziehen lassen
und doch davon trinken, trotz kästner`scher Mahnung!?
Da regt sich in mir manch verdüsterte Ahnung.
Die 20er Jahre sind wieder in Mode.
Es dräut uns die gleiche Verfallsepisode.
Wo ringsum die Welt sich im Abbruch befindet,
bewährt sich, wer blindes Vergnügen verkündet.
Ob braune Umarmung, ob Volkswanderzüge,
ob Terror, ob Pleite, ob nahende Kriege-
nix hindert das Treiben! In schwüler Vermengung
und teurer Verkleidung regiert die Verdrängung.
Der Ballsaal erinnert fatal an Tihtaanik,
doch bei den Berauschten entsteht keine Panik.
Wer krittelt, recycelt die Worte von gestern.
Doch hilft hier kein Schrei, keine Bitte, kein Lästern.
Da kann ich im Grunde nur Hoffnung verspüren
am Ende nicht auch den Verstand zu verlieren.
Und wenn`s doch geschehn soll, dann bitte auch richtig!
Bin ich erst dement, dann scheint nichts mehr so wichtig.

Leistung, Liebe, Wohlgefallen


Der Deal der braven Kinder lautet: "Leistung gegen Liebe"
und weiter "Wohlbedachte Duldung gegen Wohlgefallen"!
Wird nicht gespurt, dann setzt es Schweigen oder derbe Hiebe.
Wer hinschaut, sieht, wie sich im Strampelanzug Fäuste ballen.
Die Faust, sie bleibt, es wechselt nur die Strampelkleidung,
erkenntlich daran, dass sie meistens klassisch uniform,
und im Bemühen um Erfolge und Konfliktvermeidung,
fügt die Erscheinung sich in eine arglos angesagte Norm.
Die einen siechen hin, die andern können damit leben
und fahren fort in alter Kinderzüchtertradition.
Und sollte doch einmal ein Wort das andre geben,
dann orientiert man sich am eingepaukten Folterkammerton.
Auf diese Weise werden meist aus Opfern Sünder,
Da sänftelt eher, wer früh um sich schlug.
Wer in sich ruht, braucht keine braven Kinder,
der ist sich selbst auch ohne Zuchterfolg genug.
Silvesterkult

Ohne Pomp und viel Getöse kreativ das Jahr beenden,
während stramme Konsumenten ringsum ihre Zeit verschwenden,
noch dazu mit Seinesgleichen oder solchen, die so scheinen,
sich in trautem Ambiente ein paar Tage zu vereinen,
das ist zwar mit ausgemachter Sicherheit ein guter Weg,
aber angesichts der Lage zweifellos ein Privileg.
Wenig wird für solch Begehren hierzulande angeboten.
Schwer fällt dem, der darauf abfährt, die Offerten auszuloten.
Außerdem ist es nicht einfach einen Platz dort zu ergattern,
wo in Jahresendzeitskellern keine Bartmaschinen rattern.
Hier gilt´s Neues zu entwickeln und nicht Altes aufgespult:
So etwas wird ohne Frage baldigst zum Silvesterkult.
Darum kann ich nur beteuern vor der Fahrt nach Fürsteneck:
Leute, habt viel Spaß beim Feiern! Prosit! Ich bin dann mal weg!
Durchgetaktet

Anfänglich gibt´s wohl in jedem Orchester
in kleinen Kreisen gepflegtes Geläster:
Hier sticheln die Streicher, dort blaffen die Bläser-
mal nur so zum Spaß, doch bisweilen auch böser.
Auch Percussio- und/oder Pianisten
tun manchmal, als ob sie es besser wüssten.
Sogar die zarten Harfenzupfer
verstehen sich auf dunkle Tupfer
im sonnigen Erscheinungsbild,
wobei vor allem eines gilt:
Der Typ am Dirigentenpult
ist sowieso an allem Schuld.
Bei all diesem hochegozentrischen Zunder
und all diesem Hickhack erscheint wie ein Wunder,
dass irgendwann schließlich ein Auftritt gelingt,
bei dem alles deutlich harmonischer klingt.
So ein Effekt ist nicht billig erkauft:
Man hat sich allmählich zusammengerauft.
Aus Einzelgewusel wird somit Kompaktes.
Es ist eben alles `ne Frage des Taktes.
Narritimes Februargedicht

Auf der Flucht vor Alaafisten
tummelt an der Nordsee Küsten
leidgeplagt sich eine Meute
holzhammerspaßgebremster Leute,
welche ihre Ruhe brauchen.
Wo daheim die Köpfe rauchen
fürs gereimte Volksvergnügen
und die Mädchenbeine fliegen,
wo auch noch die Höschen blitzen,
kommt das Narrenvolk ins Schwitzen.
In solch prallhumorter Trance
haben Deos keine Chance,
und bei wachsender Extase
martert das die feine Nase
jener, die daran verzweifeln
und den Heidenspaß verteufeln,
was - als Nebenbeibemerkung -
ohne Zweifel als Verstärkung
wortgerecht zu werten wäre.
Doch was soll das Rumgemähre:
Hält man die Nase in den Wind,
wird der Mief ganz gut verdünnt,
und die Ferienhausanbieter
mögen ruhigere Mieter.
Die Sinnfrage

In der Frage nach des Lebens Sinn
steckt jede Menge Unsinn drin.
Das Leben lebt sich, wie es ist,
in einer unbestimmten Frist,
sofern du die nicht selbst beschränkst
und damit alle jene kränkst,
denen unbedingt daran gelegen ist,
dass du möglichst lange am Leben bist.
Ihr Sinn ist ebenso starr wie auch schwach,
doch denken Betreffende kaum drüber nach.
Wer´s ahnt, hält sich damit ncht auf
und lässt dem Leben seinen Lauf.


Vom Unsinn des Lebens

Elterlichen Wunsch erfüllen,
um der freien Kindheit Preis,
Leib und Seele zu verknüllen
voller Angst vorm Abstellgleis:
Was man konnte, kann und könnte,
das poliert nur die Fassade
auf fragilem Fundamente,
und man denkt sich: "Oh, wie schade!"
Lernen um des Lernens willen,
dass man etwas besser weiß,
lexikale Lüste stillen,
Wissen liefern auf Geheiß:
Auf die Dauer wirkt nun freilich
Bildungsbürgers ganzer Stolz
ausgesprochen papageilich,
und man fragt sich matt "Was solls?"

Einigkeit und Recht und Freiheit

Wenn auf der Welt alle einig sich wären,
wäre die Einigkeit unbekannt.
Im Streit auch mal auf und dann zu zu hören -
das wär gewiss schon allerhand.

Wenn nimmermehr ein Unrecht geschähe,
wäre das Recht völlig unbekannt.
Gnade vor Recht insgeheim zu erwägen -
das wär gewiss schon allerhand.

Wenn allesamt in Freiheit lebten,
wäre die Freiheit unbekannt.
Toleranz miteinander zu üben -
das wär gewiss schon allerhand.
Sein und Haben

Es ist, wer hat. Es hat, wer ist.

Es sei denn, er wär Kommunist.
So einer von der edlen Sorte
mit kleinem Sold und großem Worte.
Zu haben, ohne groß zu sein
bedarf gewisser Trickserein.
Zu sein hingegen ohne Habe
ist eine ungewisse Gabe.

Geistesblitz

Dem Menschen ist sein Bregen
nicht unbedingt ein Segen.
He takes him high,
he brings him down:
Das gilt für Männer
UND für Fraun.

Na dann: Gute Nacht!

Wer anders denkt, wird abgedrängt...
...und irgendwann mal aufgehängt,
weil, wer das Maul nicht endlich hält,
Soodenkern auf den Wecker fällt.
Geht der perdú, dann rat ich: Lauf!
Wer wacht denn schon von selber auf?

Karneval

Fasnacht, Fasching, Karneval:

Maskerade überall!!
Oder etwa grade nicht?
"Kommt das wahre Angesicht
nur in dieser Zeit zum Tragen?"
bin ich ernsthaft mich am fragen.
Auch mal so sein, wie man möcht`,
innendrin sowie außenrum echt,
bedarf es gewaltiger Mühen, fürwahr -
das reicht dann voll für ein paar Tage im Jahr.
Der Karnevalsmuffel - ohne Problem -
verkörpert das "Drinnen wie draußen!" - System.

Intelligente Fragen


Ist es denn wirklich so intelligent,
auf menschliche Intelligenz nicht zu bauen?
Ist es nicht Hybris und unfassbar dumm,
wenn man sich selbst nicht mehr genügt?
Ist es nicht einfach nur kunsthirnverbannt,
Computerprogrammen sich anzuvertrauen?
Ist es nicht arm und beklemmend zugleich,
wenn man sich Denkplatinen fügt?
Ist es nicht über die Maßen verrückt,
auf den stetigen Stromfluss zu spekulieren?
Ist es nicht einfach nur sinnesgestört
und ein Grund, um auf Einhalt zu insistieren?

 

Autocognoscitata

 

Feeling on your own
like a rolling stone
you wonder:"What next will come?
Is it really enough, what I´ve done
for the times, which are changing!?",
Try to keep on arranging
your life with the blow
of some answers below,
and be prepared to perform
when the wind becomes storm!

Selbstachtung

Bade, wer will, in (Vor-)Beifallsfontänen!
Was ich mir wert bin, das weiß ich allein.
Gern mag ein Jeder als Niemand mich wähnen:
Ich selbst werde immer ein Jemand mir sein.


Alles zwecklos

Ich bin die Sau, vor die die Perle kullert,
Verlustanzeige jeder Liebesmüh!
Ich bin der Ofen, schussfest vollgeballert,
und für den Selbstbegatter dessen Knie.
Ich bin der Ochs mit wohlgepetztem Horne
der stolz ist, wie er all das schafft:
So treib im Kreis ich jedesmal von vorne
im Mini- U-Boot durch den eignen Saft.
Krampfhaft locker

"Was guckst du so betröppelt drein?
Sag an!" "Ach, einfach so!"
"Du darfst hier gerne traurig sein."
"Da bin ich aber froh."
"Los - atme tief und denk an nix!
Entspannung übermannt
dich gründlich dann - und zwar ganz fix."
"Da bin ich sehr gespannt!?"
"Du redest nur und haust nicht rein,
was hast du schon erreicht?"
"So krampfhaft locker ICH zu sein,
das fällt mir gar nicht leicht."
Schussfest

Es gibt immer mal Tage, da kannste nix,
und da willste nix, und da machste nix.
Anderntags geht wieder alles fix.
Das ist ein ganz normaler Mix!
Doch dann gibt es die Tage "mal so, mal so".
Mister YES gibt die Hand sich mit Doctor NO:
Erwartungsvoll hockst du auf deinem Klo
und bist über ärmliche Würstchen froh,
der du grad noch, nachdem du dich vorgedrängelt,
an üppiger Tafel freudlos gequengelt
und ebendort dieses und jenes bemängelt,
womit wohl Freund Hein seine Sense dengelt.
Macht Überfluß träge, macht Mangel klug?
Was solls auch? Du lebst, das ist Arbeit genug.
Darüberhinaus folgt auf Selbstbetrug
beizeiten der warnende Schuss vor den Bug.
Insofern brauchst du dich um garnix zu scheren,
solange du fähig bist Schüsse zu hören.
Penggggg!!!!
HähhhhHH!!???
Schön dumm

Ich weiß, dass ich nahezu garnix weiß,
und dass das wahrscheinlich auch gut so sein dürfte.
Denn was ich nicht weiß, das schert mich `nen Scheiß,
und wenn ich auch noch soviel Wissensstoff schürfte,
so wüschen sich nur kleinste Bröckchen heraus,
die Wisser bewußt für bedeutungsvoll wähnen,
im akadämonischen Kartenhaus
gefangen. Was sollte ich lernen von denen?
Wenn ich hingegen den Abraum beäuge
bezüglich verborgener Möglichkeiten,
stützt das die Ansicht, zu der ich stark neige:
Die Dümmeren sind wohl die wahren Gescheiten.

Vorsicht!


Leicht untertriffst du wohl die Gürtellinie
dem, dem die Hose bis zum Halse steht.
Schwer fällt der wohlgemeinte Tritt ins Eingemachte,
wenn ihm dabei der Arsch auf Grundeis geht.
Das wär ein guter Grund, sich bei ihm rauszuhalten,
doch kribbelt es, wenn er von dir geschätzt.
Ich aber rate dir: "Lass Vorsicht walten!
Was nützt es dir, wenn du dich selbst verletzt?"
Sachdassesnichsoiss

Je länger ich mein Dasein friste,
scheint es normal verrückt zu sein.
In Anbetracht der langen Liste
der Irren, die im grellen Schein
der Medien psychomelanomieren,
nicht bangend, dass einer den Wahnsinn stoppt,
bleibt letztlich mir nur zu aufregistrieren:
Normal zu sein scheint heut total bekloppt.

Auf Gedeih oder Verderb?


Es hat mir im Grunde an Garnichts gefehlt,
doch strotzt meine Vita vor Mordsdefiziten.
Das bringt mich ins Grübeln ob solcher Renditen
und stellt mir die Frage, was eigentlich zählt.

Es war nicht ein Mangel, es war ein Zuviel
an ständiger Angst nicht das Soll zu erfüllen
und brav das Verlangen von jenen zu stillen,
die sich für mich opfern mit Selbstwertkalkül.

Die Angst war begründet, denn Schläge tun weh,
genau wie oft grundlos empfundenes Schelten
und günstigstenfalls nicht als dankbar zu gelten -
und alles vermittelt mit liebvollem Schmäh.

Der Absprung gelang zwar, doch nur mit Gewalt.
Da kann es geschehen, dass ich mich verrenne,
wenn ich mich in anderen wiedererkenne.
Was mich echauffiert, lässt die meisten meist kalt.

Was zählt nun, was scheidet Verderb von Gedeih?
Zu Inhalt, da sollte sich Haltbarkeit fügen,
Verpackung allein wird bestimmt kaum genügen.
Das gilt auch für Menschenheranzieherei.
Denkbar dankbar

Es ficht mich wohl an, dass viel selber ich denke,
weil ich denke des Denkens noch mächtig zu sein.
Der Anspruch, dass jemand Beachtung mir schenke,
ist geschrumpft und nun nahezu undenkbar klein.
Mit Denken gewinnst du nur Blumentöpfe,
wenn einer den Auftrag zum Denken erteilt.
Die Mehrheit jedoch steht auf Pferdeköpfe -
wenn dir mal privat ein Gedanke enteilt,
der keinem grad nützt, der womöglich gar hindert
und um eine Ecke zuviel ausgedacht.
Und meinst du dein Hirn ganz besonders geplündert
zu haben, dann wirst du noch ausgelacht.
Liest DU, was soeben ICH dachte, noch immer?
Gehörst du zu denen mit feinem Gehör?
Entfleucht dir kein tinnituales Gewimmer?
Dann bin denkbar dankbar ich: Dankesehr!

Bedrohnungssituation


Kann ich mich getrost vor die Haustüre wagen,
fühl ich mich doch von allen Seiten bedrohnt?
Das ist so - ich muss es jetzt einfach mal sagen -
ein Scheißgefühl, weil völlig ungewohnt!
Was weiß denn ich, ob nicht irgendein wilder
Kontrollfreak per Joystick aufs Korn mich grad nimmt
und munter drauf schießt - wenn ich Glück hab, nur Bilder?
Das eigene Wohl wird vom Argwohn bestimmt.
Zum eigenen Freilauf braucht´s sichere Westen,
wenn sich die Logistik mit Drohnen bemannt,
Da heißt es "Helm auf!" und die Reaktion testen -
bei so einem Zuwachs an Päckchenversand!
Zu American Football- und Eishockeyspielern
mutieren dann Menschen wie du und ich -
dazu mit W-LANdigen Ameisenfühlern
und googlebebrillt - einfach fürchterlich.
Wer aufmuckt, der will nur den Fortschritt vergällen,
und zweifellos sind alle Zweifel tabu.
Wo nehm ich den Mut her, mich solchem zu stellen?
Vermutlich bleibt dann meine Haustüre zu.
Gottverdammte Angst

Als Nachkriegsgeborener war mir zwar
die Hölle auf Erden erspart geblieben,
katholisch geprägt plagte mich jedoch
eine gottverdammte Angst
vor der Hölle in der Hölle.

Die Rettung brachte die Pubertät:
die gottlos und tolerant einen machte.
Doch nunmehr heißt es sich hüten für mich
bei Scharmützeln ringsumher,
die schariaheilig toben.

Mein Unglaube häuft in mir Zweifel auf
dass zwischen den Kriegen verschont ich bleibe
vom tödlichen Hass auf das Anderssein.
Und so plagen sie aufs neu,
diese gottverdammten Ängste.

Erwachsen zu werden


Erwachsen zu werden bedeutet Vertrauen
zu seiner eigenen Meinung zu finden,
sich nicht nur an schlaue Zitate zu binden
und furchtlos über den Schutzwall zu schauen.
Erwachsen zu werden bedarf es der Mühen sich
geistig vom gärenden Gestern zu lösen, statt
folgsam im Schoß von Familien zu dösen und
nur aus Bequemlichkeit nieder zu knieen.
Erwachsen zu werden ist nichts für Genante. Es
zerrt an den Nerven und scheint nie zu enden.
Das artige Kind scheut den Schmutz an den Händen
und gibt ungeniert sich dann lieber die Kante.
Karnevalsmuffel 2016

Rot färben sich mir graue Zellen:
Die Welt verteilt zur Zeit Kamellen!
Dem Frohsinn, dem möchte ich trotzen:
Die Welt, sie ist nur noch zum Kotzen!
Ich bin zwar beileibe kein Stänkerer,
die Welt jedoch wird immer kränkerer.
Mir reicht es auf der Stelle:
Die Welt wird langsam Hölle!
Entfährt mir auch manch Schrei:
Die Welt, sie zieht vorbei!
Mich graust ein blinder Marsch:
Die Welt geht in den Arsch!
Ich hab jetzt echt genug
und werf mich hinter´n Zug!
Dort wart ich dann wer weiß wie lang
vergeblich auf den Rückwärtsgang.
Ich gestehe

Es glimmt ein beträchtliches Unbehagen
ganz tief in mir drin, und ich schäm mich dessen nicht.
Es fehlt noch an Luft, doch speisen es Ängste.
Das ist nun mal so - und verdüstert mein Gesicht.
Es ist diese Angst vor dem Unmut der Fremden,
davor, was geschieht, wenn als falsch sich dann erweist,
was eitel und dumm aus dem Fenster geredet,
wenn Hoffnung, die platzt den Geduldsfaden zerreißt.
Es ist diese Angst, dass sie untereinander-
und wir mittendrin- sich bekämpfen bis aufs Blut.
Es ist diese Angst vor dem gärenden Pöbel,
der garnichts kapiertin der unbeherrschten Wut
auf Fremde sowie auf die eigene Lage.
Für dumm wird verkauft, wer zum Denken nicht bereit.
von Machtpolitik und verhetzenden Führern.
Wo Argwohn grassiert ist der Bürgerkrieg nicht weit.
Da heißt es für mich nur zu überwinden
die Ängste in mir, doch das ist so leicht gesagt.
Ich möchte ja gut sein, doch bin ich am Zweifeln,
dass gut alles wird, wenn im Gutsein man verzagt.
Was denn nun?

Morgens die Andacht, abends der Mord-
welch eine krude Mixtur
für diesen anspruchserfüllten Ort!
Was denken die Macher sich nur?
Andacht vom Wühltisch und Mord im Detail,
und kaum einer stört sich daran.
Der Tenor lautet: "Was ist schon dabei?"
Warum stellst du dich denn so an?"
Das ist doch nur Kintopp und außerdem gut,
weil "besonders Wertvoll" dran steht."
Kaum einer versteht deine keimende Wut,
die andern am Arsch vorbei geht.
Die Bildungsanstalt gibt sich kirchlich geprägt,
doch wirkt das im Grund nur gespielt.
Zwar wird die Besinnung aufs Ich angeregt,
doch wird sie nicht wirklich gefühlt.
Morgens die Stille und abends der Schock:
Weißt du vielleicht, was das soll!?
Ich hab auf Scheinheil weiß Gott keinen Bock
und restlos die Schnauze voll.
Wo Emotionen im Innern verborgen
erwünscht und nicht vorn auf der Zunge getragen,
da werde wohl besser ich selbst für mich sorgen
und derlei Vermitteltem tunlichst entsagen.

Über die Sinnlosigkeit des Rezitierens

Ich schreib nur zum Lesen aus gutem Grunde.
Zum Hören entfleuchen aus meinem Munde
nur selten die sorgsam geschriebenen Zeilen.
Dazu hab ich Folgendes mitzuteilen:
Nach Gefälligkeit steht mir nur wenig der Sinn.
Mir gefällt, dass ich homo politicus bin.
Dieses bin ich, solange ich dazu noch tauge,
und zwar dort, wo es wehtut- von Auge zu Auge.
Ich hab es nicht nötig, mich selbst zu verkaufen
und dafür den Jedermanns nachzulaufen.
Für den Eigengeschmack ist ´ne Menge erreicht,
wenn der Kunstkonsument nicht als erstes vergleicht,
was ich geschaffen mit dem, was sich er
vermutlich zum größten Teil eh sekundär
an Kunstverstand in die Birne gezwängt.
Ich glaube zwar gern, dass so einen es drängt,
sein Bildungsniveau auch zu präsentieren,
doch möchte ich lieber mit Inhalt verführen
zur Stellungnahme - und nicht mit Verpackung.
Doch kulturelle Synapsenverschlackung
bewirkt, dass das WAS vor dem WIE resigniert-
es sei denn, dass der, der mich hört, ungeniert
und wenigstens halbwegs auch differenziert
die schmucklose Nachricht per se kommentiert.
Dafür braucht es entwirte Neugier auf´s Du,
und Lesen passt allemal besser dazu.
Wenn darauf auch nur einer `ne Lippe riskiert,
hat der Aufwand vollauf sich für mich schon rentiert.

Philodoofisches

Ein unbekannter Philosoph,
der schrieb einst: "Wer das liest, ist doof!"
Mir dachte, als ich das gelesen
was wohl der Sinn dabei gewesen?
Was wollte er mir damit sagen?
Geh ich ihm stiekum an den Kragen
oder in mich ob der Recherche?
Was wollen diese Laberärsche?
Bin ich bekloppt oder beknackt?
Schon die Idee: Ich glaub` es hackt!
Bin ich beschränkt oder bescheuert?
In hohem Maße angesäuert
beginne ich ihm zu verdenken,
was er getan. Den Daumen senken
erscheint mir das Gebot der Stunde,
macht auch manch Geistesblitz die Runde
den Schmierfink schlicht zu ignorieren.
Hat der denn gar keine Manieren?
Bin ich denn damisch, deppert, dusslig?
Ich marter mir das Resthirn fusslig.
Vermutlich ist er selbst stupide.
Mir reicht es gleich- ich werde müde
meine Gedanken zu verschwenden.
Bin ich denn doof? Wo soll das enden?
Und Du? Du hast´s doch auch gelesen?
Ist das nicht ziemlich doof gewesen?

Ohne Smartphon


Ohne Smartphone bist du Niemand, bist du Lücke im System,
bist du out, bist du gestorben und zumindest unbequem.
Ohne Smartphone bist du völlig rat- und orientierungslos,
bist du kaum noch zu gebrauchen - unerhört verhallst du bloß.
Ohne Smartphone kannst du garnichts, kannst du nur mit dir allein,
kannst nur warten, kannst verkümmern und zumindest nervig sein.
Ohne Smartphone spricht in Zukunft nicht einmal dein Frigidaire
eiskalt mit dir noch ein Wörtchen: Smartphonfrei machst du nichts her.
Ohne Smartphon leb ich trotzdem, fürchte keinen Pixelcrash,
keinen Sonnenbrand im Nacken und kein ödes Chatgewäsch,
keinen Krampf in meinen Fingern, keinen fiesen Datenklau,
keine Beule an der Birne, keine Perle vor die Sau.
Freiheit, die ich meine

Stur und gefangen im Freiheitsstreben

werde ich wenig vom Leben erleben,
werde im Drang, alle Regeln zu meiden,
zwingend die Freiheit von andern beschneiden,
die sich dagegen dann ihrerseits wehren.
Leicht lässt sich freilich das Chaos vermehren,
wenn sie im frei radikalen Haufen
fehlende Hemmung als Freiheit verkaufen.
In Anbetracht solcher Verwirklichungsschlachten
bin gern ich so frei, auch mal Regeln zu achten.
Scio nesciens

Ich weiß wohl, dass ich nichts weiß
und gewöhne mich daran.
Somit hilft nur noch Glauben
- just an alles - was ich kann.
Der Zweifel stellt die Frage,
was denn nun so glaubenswert,
und was unbedachter Weise
besser sich zum Teufel schert.
Irgendwie hab ich gefunden:
"Glaub vor allem erst an Dich!"
Und ich schreib es unumwunden:
Damit fühl ich besser mich.
Besser nichts

Fragst du mich, was ich begehrte,
sag ich in der Regel "Nichts!"
Auch wenn dieses dich verstörte,
bleib dabei ich angesichts
voller Schränke, Keller, Kammern,
Bäuche, Städte, Straßen, Züge.
Ich will dies zwar nicht bejammern,
doch es nervt schon zu Genüge.
Unterstellst du mir hingegen,
dass zu anspruchsvoll ich sei,
rappelvoll mit Unvermögen
anzunehmen und dabei
ständig nur am leisen Lauern,
geil auf Zuspruch auch per Geste,
sag ich dazu mit Bedauern:
Nichts ist besser als das Beste!

Ohne nix

Ohne Trauer keine Freude,

ohne Abscheu kein Genuss,
keine Hoffnung ohne Ängste,
nix Gescheites ohne Stuss:
So ereignen sich die Tage
zwischen Überfluß und Not
Merkst du es, bist du am Leben.
Merkst du nichts, bist du schon tot.
Eingetrichtert

Verdichtet sich ein Gefühl,
verdichtet sich
manches.
Manches
aber auch nicht
in der Gedanken Gewühl.
Warum Gedichte?

Warum schreibe ich vorzugsweise Gedichte?
Warum quäl ich mich wörterklaubend zur Form?
Warum treibt mich der Anspruch auf Inhalt enorm?
Warum reizt mich nicht die normale Geschichte?

Nun, ich denke, ich muss nicht mehr unterhalten.
Letztlich führ´ ich das auf mein Alter zurück.
So ein Lebenslauf als ein Hänschen im Glück
bietet Anlass genug um uns zwei zu entfalten.

Dafür ordne ich sorgsam Reminiszenzen,
und befreie sie von Verschwaflungsballast -
ganz egal, ob das einem nun weniger passt.
Die Gedichtform ist Autolorbeerbekränzen.
Voll eins auf die Glocke!

Festgefahren in Gedanken
Heute sprenge ich die Schranken,
frisch und locker von der Hand.
Aus der Stirne heiß
rinnen muss der Scheiß.
Soll das Werk den Meister loben,
gilts den Bregen zu erproben
...........
Ebent mit der Kraft des Dranges
zwing ich schillerndes Gedicht,
dass es in das Reich des Klanges
steige an das Tageslicht.
Sehet, hört, erlebt!
Es bewegt und schwebt!
Wenn ́s auch Freude nicht bedeute,
gibt ́ s mir vorerst Frieden heute
Silvester 2018

Wenn auch manches übel war,
war´s doch ein passables Jahr.
Immerhin bin ich soeben
krückenfrei am Weiterleben,
brauchte mich nicht anzupissen,
brauchte auch sonst wenig müssen,
konnte vor mich hin sinnieren,
konnte sinnfrei generieren,
wenn der Sinn mir danach stand.
und das ist schon allerhand!
Sauber, satt und weidlich sicher,
manchem noch verwunderlicher,
manchem aus der Welt verschwunden,
kann ich heute nur bekunden:
Mögen viele mehr sich gönnen,
mir hätt´s schlimmer kommen können!
Darum "Wie es sei, so sei es!",
meinetwegen "Auf ein Neues!"
 


 

zurück